Weil isso: The only exception - Paramore
Mal wieder Paramore. Weil das Lied grandios, die Sängerin unglaublich ist und ich es jetzt auf Gitarre lerne und es einfach nicht mehr aus dem Kopf bekomme..
Heute sind es genau noch 1 Woche und 2 Tage bis zu den Sommerferien. Zumindest hier. Zensuren stehen, Zeugnisse werden bald gedruckt, Unterricht ist eher nebensächlich geworden. Das Wetter spielt wenigstens heute und morgen mal wieder ordentlich mit und macht Vorfreude. Sommer, Sonne, Strand und me(e)hr sozusagen. Es ist egal, was man in diesen letzten "Schultage" noch tut, es kümmert die wenigsten Lehrer. Die Devise lautet: chillen. Und wie so oft wenn man eigentlich nichts zu tun hat und "chillen" als Alibi missbraucht, fällt einem auf, wie schnell dieses letzte halbe Jahr vorbei gegangen ist. Gerade lag der Schnee noch Zentimeter dick auf den Gehwegen und versaute einem den Frühling und schwups, zweimal blinzeln und es ist Sommer. So fühlt sich das an.
Ich finde es schon ziemlich tragisch. Da ist schon wieder ein halbes Jahr rum. Wenn man mal darüber nachdenkt, dass das ungefähr 183 Tage waren, die irgendwie schon vorbei sein sollen. Einfach weg, futsch und vorbei. Vielleicht geht es nur mir so, aber irgendwie habe ich das Gefühl, diese viele Zeit verschwendet zu haben. Verschleudert mit Diesem und Jenem und irgendwie aber doch nichts Richtigem. Irgendwie ging viel zu viel Zeit für Schule drauf. Für's Lernen für Klausuren/(Vokabel-)Test, für's Vorbereiten von Referaten/Vorträgen, für's Hausaufgaben machen. Nicht zu vergessen wären da noch sämtliche Tätigkeiten, die ich außerhalb der Schule zu erledigen hatte: Orchesterproben an jedem freien Schultag, den wir hatten, Theaterproben an jedem freien Nachmittag und auch außerhalb der Schulwoche. Nun gut, die Orchesterproben haben sich gelohnt, wir gewannen beim niedersächsischen Musikwettbewerb den 2. Platz (!) und die Theaterproben werden sich (hoffentlich) auch noch bezahlt machen. Und trotzdem. Das sind zwar Tätigkeiten, die ich freiwillig ausführe, aber das sie so viel Zeit in Anspruch nehmen und Freizeit auf dem Gewissen haben würden, damit hätte ich nicht gerechnet.
Okay, schon gut, ich will nicht alles auf die Schule und ihre Umstände schieben. Vieles liegt auch einfach an meiner zeitweisen Faulheit bzw. Unmotiviertheit. Und es nervt mich. Grr. Ich entwickle mich langsam zu einem Fernseh-Opfer, dass den ganzen lieben langen Tag (ab 16.00 Uhr weil vorher Schule!) vor'm Fernseher hockt, "Assi-TV" sieht und nebenbei bei einer dieser übergroßen, aufgeplusterten, süchtigmachenden und für das wahre Leben einfach überflüssigen sozialen Netzwerke rumgammelt. Hmpf.
Man will immer so viel. Man will dies tun und dorthin fahren und das mal lesen und den mal wieder treffen. Und am Ende steht man dann da und muss feststellen, dass viel zu viel Zeit vergangen ist und man nichts davon getan hat. Ich habe z.B. 2 Bücher bei mir rumliegen, die ich schon seit mindestens 2 Jahren habe und immer noch nicht gelesen habe, weil verblödet durch Fernsehprogramm. Tragisch. Man nimmt sich immer so viel vor, aber irgendwann schafft man nichts davon. Man will sich in der Schule verbessern, seine Einstellung zum Leben o.Ä. ändern und das ganze Konzept, dass das eigene Leben so mehr oder weniger zusammen hält, umstellen, damit es besser hält.
Einerseits scheiße, wenn man's nicht schafft. Aber andererseits denke ich mir, dass jeder Mensch so ist wie er ist und es sehr viel Kraft kostet, diesen Menschen zu ändern. Wiederum andererseits ist es aber auch blöd, wenn man sein Leben so dahin lebt, ohne wirklich zu leben. Oder es zumindest nicht richtig zu bemerken.
Es ist alles ein riesiges Hin und Her zwischen "Was ich will" und "Was ich kann". Die Balance dazwischen zu finden ist nicht einfach. Vielleicht gibt es genau dafür Ferien. Damit man einerseits natürlich Schule vergessen kann und die Lehrer verflucht oder auch nicht, wie es einem beliebt (und wie das Zeugnis aussieht). Andererseits, vielleicht soll man dann einfach mal wieder leben können und Zeit für die Menschen haben, die man vielleicht vernachlässigt hat. Dazu kann man auch selber zählen.
Niemals vergessen: Egal, wie viel man um die Ohren hat, was man erledigen und schaffen muss. Du selbst bist das Wichtigste, weil wenn du nicht mehr funktionierst, kann auch nichts erledigt und geschafft werden. Du bist am wichtigsten also nimm dir auch Zeit für dich, für Ruhe und, so kitschig es klingen mag, deine Seele. Wenn du nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht und was um dich herum geschieht, wenn du keine Ahnung hast, was du gestern gemacht hast, aber die nächsten drei Wochenenden schon verplant hast, wenn du vergessen hast, wann du zum letzten Mal so richtig Ausgeschlafen hast. Dann brauchst du eine Pause.
Werde Leser!
Kategorien
Leben
(32)
Musik
(27)
Gedanken
(26)
Anderes
(23)
Freundschaft
(19)
Update
(9)
Liebe
(8)
Länder und Städte
(5)
Filme
(4)
Bücher
(3)
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 27. Juni 2011
Montag, 6. Juni 2011
Vorurteile.
Ich habe Vorurteile. Viele sogar. Jeder Mensch hat die. Ist ja auch irgendwie normal, fast menschlich. Weil man Menschen irgendwie einordnen muss, wenn man sie kennen lernt. Nur so kann man entscheiden, ob man mit ihnen mehr anfangen kann, sie naeher kennen lernen moechte oder nicht. Ob man auf einer Wellenlaenge ist oder so gar nicht. Leider vergessen die Menschen dabei, dass sich diese ersten Eindruecke, die man sich bildet, oftmals zu Vorurteilen weiterentwickeln bis sie irgendwann vielleicht sogar in ausgewachsene Laestereien verwandeln. Und genau das ist das Problem. Es ist einfach schade, wenn man Menschen von vornerein einfach falsch kennen lernt und Dinge denkt oder meint zu wissen, die gar nicht der Realitaet entsprechen. Man verpasst einfach so viel. So viele gute Gespraeche, schoene Momente, Gemeinsamkeite und, so kitschig es vielleicht klingt, auch Freundschaften. Ich finde das einfach nur schade. Es zeigt mir mal wieder, wie sehr wir uns von ersten Eindruecken leiten lassen und was fuer Mitlaeufer wir manchmal sind. Wenn alle das und das ueber eine bestimmte Person sagen, dann muss es ja wohl stimmen. Ergo, man ist der selben Meinung. Aber ueber Gruppenzwang und solche Dinge will ich hier gar nicht erst anfangen. Dass ist ein eigener Post.
Ich bin nun zu dem Schluss gekommen, Menschen nicht sofort in eine Schublade stecken zu wollen sondern erst einmal zu warten und meinen Gegenueber besser kennen zu lernen, um solche menschlichen aber doch bloeden Fehler in der Menschenkenntnis zu vermeiden. Dann koennte das Leben einfach viel schoener sein.
Und zum Schluss noch eins: Aussehen verraet dir weniger ueber eine Person, als du zu wissen glaubst.
Ich bin nun zu dem Schluss gekommen, Menschen nicht sofort in eine Schublade stecken zu wollen sondern erst einmal zu warten und meinen Gegenueber besser kennen zu lernen, um solche menschlichen aber doch bloeden Fehler in der Menschenkenntnis zu vermeiden. Dann koennte das Leben einfach viel schoener sein.
Und zum Schluss noch eins: Aussehen verraet dir weniger ueber eine Person, als du zu wissen glaubst.
Dienstag, 31. Mai 2011
volle Leere.
Mein Kopf ist voll. Und leer.
Eigentlich müsste ich jetzt Bio lernen, weil ich morgen eine Klausur schreibe, aber ich kann einfach nichts im Moment. Kann mich nicht konzentrieren. Jeder Gedanke verfliegt sofort, wenn er fertig gedacht ist. Sofern er so lange bleibt. Alles was ich lese, geht da rein und da wieder raus. Es bleibt nichts hängen. Meine Gedanken sind ein Sieb. Meine Kreativität ist am Ende. Das Musikprojekt, was neben mir liegt und darum bittet beendet zu werden, muss warten, weil mir nichts einfällt. Ich weiß noch nicht mal genau, was ich hier schreibe. Schreibblockade, Kreativitäts-Depression, wie man es auch nennen will. Es geht nicht weg und das macht mir einen Strich durch alles. Meine Zeitplanung geht überhaupt nicht mehr auf, meine Stimmung ist im Keller und von sich stapelnden Hausaufgaben will ich gar nicht erst anfangen.
Mein Kopf ist so leer, dass er schon wieder voll ist. Es ist einfach zu viel Nichts darin, auch wenn ich nicht weiß woher dieses Nichts kommt. Ich bin ausgeruht genug, mein Akku müsste aufgeladen und meine Laune strahlen wie die Sonne, aber irgendwie...
Ich hänge hier fest, im Nichts. Hilfe.
Eigentlich müsste ich jetzt Bio lernen, weil ich morgen eine Klausur schreibe, aber ich kann einfach nichts im Moment. Kann mich nicht konzentrieren. Jeder Gedanke verfliegt sofort, wenn er fertig gedacht ist. Sofern er so lange bleibt. Alles was ich lese, geht da rein und da wieder raus. Es bleibt nichts hängen. Meine Gedanken sind ein Sieb. Meine Kreativität ist am Ende. Das Musikprojekt, was neben mir liegt und darum bittet beendet zu werden, muss warten, weil mir nichts einfällt. Ich weiß noch nicht mal genau, was ich hier schreibe. Schreibblockade, Kreativitäts-Depression, wie man es auch nennen will. Es geht nicht weg und das macht mir einen Strich durch alles. Meine Zeitplanung geht überhaupt nicht mehr auf, meine Stimmung ist im Keller und von sich stapelnden Hausaufgaben will ich gar nicht erst anfangen.
Mein Kopf ist so leer, dass er schon wieder voll ist. Es ist einfach zu viel Nichts darin, auch wenn ich nicht weiß woher dieses Nichts kommt. Ich bin ausgeruht genug, mein Akku müsste aufgeladen und meine Laune strahlen wie die Sonne, aber irgendwie...
Ich hänge hier fest, im Nichts. Hilfe.
Sonntag, 22. Mai 2011
Stolz.
Set fire to the rain - Adele
Wir alle sehnen uns nach Anerkennung. Nach dem Klopfer auf die Schulter, der uns sagt, dass wir etwas gut gemacht haben. Nach diesen paar kleinen Worten, die sagen "Ich bin stolz auf dich." Wir alle wollen wissen, dass wir etwas nicht nur gut, sondern so gut gemacht haben, dass Andere z.B. unsere Eltern stolz darauf sind, dass wir ihr Kind sind und niemand anderes.
Leider ist es unheimlich schwer sich diese Anerkennung zu verdienen. Man rackert sich ab, strengt sich an und versucht und macht und tut. Aber irgendwie will sich scheinbar keiner dazu erbarmen, diese Anstrengungen auch mal zu würdigen. Vor allem Eltern tun sich damit schwer. Und dann wird man schon mal eifersüchtig, wenn sie den Freund, Verwandten oder Bekannten loben anstatt das eigene Kind. Das versetzt einem dann so einen Stich. Auch wenn so was nie mit Absicht passiert, es passiert. Und dann denkt man sich Dinge aus, strengt sich an und will besonders sein. Viele Eltern bemerken das, viele nicht. Oder zumindest zeigen sie ihrenStolz nicht offensichtlich. Das ist schade. Denn uns Kinder verunsichert das nur noch mehr.
Es scheint so, als wäre es unsere Lebensaufgabe, die Eltern stolz zu machen. Das wird es wohl auch immer bleiben. Weil wir alle etwas besonderes sein und nicht zu der grauen Masse der Allgemeinheit ohne außergewöhnliche Talente oder Begabungen zählen wollen. Weil keiner von uns lebt, um zu leben sondern um anerkannt zu werden. Vielleicht bewundert. Aber auf jeden Fall wollen wir alle, dass jemand irgendwann mal stolz auf uns ist. Und sei es auch nur, weil die Mathearbeit mit einer 3 statt einer 5 geschrieben wurde.
Wir alle sehnen uns nach Anerkennung. Nach dem Klopfer auf die Schulter, der uns sagt, dass wir etwas gut gemacht haben. Nach diesen paar kleinen Worten, die sagen "Ich bin stolz auf dich." Wir alle wollen wissen, dass wir etwas nicht nur gut, sondern so gut gemacht haben, dass Andere z.B. unsere Eltern stolz darauf sind, dass wir ihr Kind sind und niemand anderes.
Leider ist es unheimlich schwer sich diese Anerkennung zu verdienen. Man rackert sich ab, strengt sich an und versucht und macht und tut. Aber irgendwie will sich scheinbar keiner dazu erbarmen, diese Anstrengungen auch mal zu würdigen. Vor allem Eltern tun sich damit schwer. Und dann wird man schon mal eifersüchtig, wenn sie den Freund, Verwandten oder Bekannten loben anstatt das eigene Kind. Das versetzt einem dann so einen Stich. Auch wenn so was nie mit Absicht passiert, es passiert. Und dann denkt man sich Dinge aus, strengt sich an und will besonders sein. Viele Eltern bemerken das, viele nicht. Oder zumindest zeigen sie ihrenStolz nicht offensichtlich. Das ist schade. Denn uns Kinder verunsichert das nur noch mehr.
Es scheint so, als wäre es unsere Lebensaufgabe, die Eltern stolz zu machen. Das wird es wohl auch immer bleiben. Weil wir alle etwas besonderes sein und nicht zu der grauen Masse der Allgemeinheit ohne außergewöhnliche Talente oder Begabungen zählen wollen. Weil keiner von uns lebt, um zu leben sondern um anerkannt zu werden. Vielleicht bewundert. Aber auf jeden Fall wollen wir alle, dass jemand irgendwann mal stolz auf uns ist. Und sei es auch nur, weil die Mathearbeit mit einer 3 statt einer 5 geschrieben wurde.
Samstag, 9. April 2011
Wir sind nicht Hulk.
Ich höre: Grazed knees - Snow Patrol
Menschen sind nicht stark. Nicht immer. Das können sie auch gar nicht sein.
Niemand kann immer zu stark sein und so tun, als würde nichts einen verletzen. Menschen können versuchen, ihre Maske aufrecht zu erhalten und sich nichts anmerken zu lassen. Alles runter zu schlucken und die Fassade beizubehalten. Aber irgendwann ist es einfach zu viel. Irgendwann fängt die Fassade an zu brökeln. Sie wird geflickt, geklebt, neu verputzt. Aber es hilft alles nichts, sie bleibt wackelig und instabil. Und dann reicht es schon, wenn sich eine Fliege auf sie setzt und sie fällt in sich zusammen. Der letzte Tropfen hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Und dann, wenn diese Fassade zerbricht und nur noch Schutt und Asche ist und am Boden liegt. Dann liegt auch der Mensch am Boden und kann nicht mehr.
Wir sind stark genug uns zu schützen und alles so hinzunehmen, wie es kommt. Aber wir sind zu schwach um den Kloß in unserem Hals hinunter zu schlucken, wenn er zu groß geworden ist. Wir sind zu schwach um die Dämme aufrecht zu halten, irgendwann müssen sie einbrechen, irgendwann muss das Wasser fließen.
Wir sind nicht Hulk. Wir können nicht einfach alles zu Kleinholz schlagen, was uns bedrückt. Irgendwann werden wir überwältigt und müssen nachgeben.
Aber das ist gut so. Schließlich sind wir keine gefühllosen grünen Monster, sondern Wesen mit Emotionen.
Es ist okay, schwach zu sein.
Meine Fresse, was geht denn bei euch ab?! Also entschuldigung mal, aber Kommentare wie
Was sind das fürn behinderter Text, warum schreiben Menschen sowas. Das ist richtig sinnlos.
Wenn du schon n scheiss Leben hast dann schreib doch nicht noch weiter solche Texte du idiot...
kann ich wirklich nicht gebrauchen! Ich habe kein scheiss Leben, das habe ich auch nie behauptet. Ich habe nicht über mich gesprochen, sondern über die Allgemeinheit, meine Güte!
Sowas ist einfach respektlos und gehört sich nicht. Es ist unhöflich und, du kennst mich überhaupt nicht. Wie kannst du dir eine Meinung über mich und mein Leben bilden, nur weil du einen Post gelesen hast und glaubst, ihn verstanden zu haben?!
Wem meine Texte nicht gefallen, muss sie ja nicht lesen und schon gar nicht solche Kommentare schreiben. Wirklich.
Okay, ich hab nicht wirklich viel Ahnung von Hulk. Es war einfach nur eine Methapher verdammt!
Ich freue mich über jeden Leser, aber sowas brauche ich nicht!!
Ich bin wirklich enttäuscht.
Menschen sind nicht stark. Nicht immer. Das können sie auch gar nicht sein.
Niemand kann immer zu stark sein und so tun, als würde nichts einen verletzen. Menschen können versuchen, ihre Maske aufrecht zu erhalten und sich nichts anmerken zu lassen. Alles runter zu schlucken und die Fassade beizubehalten. Aber irgendwann ist es einfach zu viel. Irgendwann fängt die Fassade an zu brökeln. Sie wird geflickt, geklebt, neu verputzt. Aber es hilft alles nichts, sie bleibt wackelig und instabil. Und dann reicht es schon, wenn sich eine Fliege auf sie setzt und sie fällt in sich zusammen. Der letzte Tropfen hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Und dann, wenn diese Fassade zerbricht und nur noch Schutt und Asche ist und am Boden liegt. Dann liegt auch der Mensch am Boden und kann nicht mehr.
Wir sind stark genug uns zu schützen und alles so hinzunehmen, wie es kommt. Aber wir sind zu schwach um den Kloß in unserem Hals hinunter zu schlucken, wenn er zu groß geworden ist. Wir sind zu schwach um die Dämme aufrecht zu halten, irgendwann müssen sie einbrechen, irgendwann muss das Wasser fließen.
Wir sind nicht Hulk. Wir können nicht einfach alles zu Kleinholz schlagen, was uns bedrückt. Irgendwann werden wir überwältigt und müssen nachgeben.
Aber das ist gut so. Schließlich sind wir keine gefühllosen grünen Monster, sondern Wesen mit Emotionen.
Es ist okay, schwach zu sein.
Meine Fresse, was geht denn bei euch ab?! Also entschuldigung mal, aber Kommentare wie
Was sind das fürn behinderter Text, warum schreiben Menschen sowas. Das ist richtig sinnlos.
Wenn du schon n scheiss Leben hast dann schreib doch nicht noch weiter solche Texte du idiot...
kann ich wirklich nicht gebrauchen! Ich habe kein scheiss Leben, das habe ich auch nie behauptet. Ich habe nicht über mich gesprochen, sondern über die Allgemeinheit, meine Güte!
Sowas ist einfach respektlos und gehört sich nicht. Es ist unhöflich und, du kennst mich überhaupt nicht. Wie kannst du dir eine Meinung über mich und mein Leben bilden, nur weil du einen Post gelesen hast und glaubst, ihn verstanden zu haben?!
Wem meine Texte nicht gefallen, muss sie ja nicht lesen und schon gar nicht solche Kommentare schreiben. Wirklich.
Okay, ich hab nicht wirklich viel Ahnung von Hulk. Es war einfach nur eine Methapher verdammt!
Ich freue mich über jeden Leser, aber sowas brauche ich nicht!!
Ich bin wirklich enttäuscht.
Sonntag, 3. April 2011
Zuhören, Teil II
Ein kalter Nachmittag Mitte Januar.
"Die größte Offenbarung ist die Stille." - Laotse
"Scheiße!"
Und da fährt sie an mir vorbei. Meine Bahn. Na klasse. S. wird mich erschlagen, wenn ich ihm jetzt noch eine Sms schreibe, in der schon wieder steht, dass ich 15 Minuten später komme. Verdammt. Und dabei hab ich mich so beeilt zu dieser blöden Bahn zu kommen. Bin halb um mein Leben gerannt, extra noch 'ne Abkürzung genommen. Hat aber im Endeffekt ja auch nichts gebracht. Und jetzt muss ich hier auch noch fünfzehn weitere Minuten in der Kälte stehen und mir meine Füße ab frieren und warten. So ein verdammter Mist.
Schnell hole ich mein Handy aus der Tasche und tippe die Sms an S.:
-Komme 15 Minuten später, hab die Bahn verpasst :s sorry, sorry, sorry!!-
Mein Handydisplay blinkt.
"Fuck!" Denke ich mir als ich sehe, dass der Akku kurz davor ist, den Geist aufzugeben. Hoffentlich hält er noch lange genug um mir die Antwortsms von S. zu zeigen. Mal sehen.
Ich stehe an der Bahnhaltestelle. Meine Kopfhörer habe ich vergessen, aber mit meinem Handy hätte ich jetzt eh keine Musik mehr gehört. Muss ja Akku sparen. Es ist verdammt kalt.
Meine Jacke ist zu dünn, meine Handschuhe wärmen nicht und mir läuft die Nase. Ich bin kurz vorm Durchdrehen. Was mache ich denn jetzt noch 15 Minuten lang hier? Die Autos brausen an mir vorbei. Ihre Insassen beschauen mich neugierig. Würde ich ihrer Stelle auch machen. Muss verdammt armselig aussehen, wie ich hier ganz alleine an der Haltestellen stehe. Alleine. Ich glaube, dieses Wort verfolgt mich. Ich seufze.
Das trüb-gelbe Licht der Straßenlaternen scheint auf die Straße nieder und beleuchtet sie schwach. Auf der anderen Straßenseite steht eine Kirche.
Ich habe schon länger mal mit dem Gedanken gespielt, mich einfach mal in diese Kirche zu setzen. Vielleicht eine Kerze für meinen Opa anzuzünden und einfach nur mal da zu sitzen. Einfach so. Keine Ahnung, wie ich auf diese Idee gekommen bin. Für gewöhnlich bin ich nicht sehr gläubig. Getauft bin ich nicht. Die Kirche habe ich bis jetzt nur zu fremden Konfirmationen oder einmal zu Weihnachten besucht. Das Vaterunser konnte ich noch nie auswendig und in der Schule habe ich Philosophie statt Religion. Habe mit dem Allen einfach nicht wirklich viel am Hut, auch wenn ich glaube, dass da oben noch irgendwo jemand ist, jemand sein muss. Dass wir hier unten nicht alleine sind.
Zielstrebig gehe ich auf die Ampel zu. Ich habe immer noch 10 Minuten Zeit.
Während ich warte, dass die Ampel grün wird, vibriert mein Handy. Eine Sms von S.
Klingt nicht sehr erfreut, wie schon erwartet. Aber er hat sich wohl damit abgefunden, dass ich mal wieder zu spät bin. Außerdem ist er ja auch manchmal zu spät. Ich tippe noch schnell eine "Okay, wir sehen uns dann gleich" - Sms zurück und renne über die Ampel, bevor sie wieder rot wird.
Auf der anderen Seite ragt die alte Kirche vor mir auf. In dem Schein der Laternen der Straße wirkt sie gruselig. So wie jede Kirche, meiner Meinung nach. Aber davon lasse ich mich jetzt nicht abschrecken. Bevor ich die schwere Holztür öffne, schalte ich mein Handy aus. Keine Lust auf peinlich laute Klingelgeräusche. Außerdem gehört sich das doch irgendwie so in einer Kirche, oder?
Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. In dem kleinen Vorraum ist es hell und warm. Die Straßengeräusche von draußen sind nur noch gedämpft, beinahe nicht mehr zu hören. Ich gehe weiter durch eine nächste Tür.
Dann stehe ich in der Haupthalle, in dem Kirchenschiff, so nennt man das glaube ich.
Die paar Bänke, die zum Altar gerichtet sind, sind leer. Niemand ist hier. Kerzen brennen. Ich kann die wunderschönen Bilder an der Decke sehen und bin ein wenig überwältigt. Diese Ruhe und dieser Frieden, den dieser Ort ausstrahlt, ist unglaublich. Ich gehe bis fast ganz nach vorne und setze mich in die zweite Reihe. Schnell werfe ich einen Blick auf meine Uhr. Ich habe noch 7 Minuten.
Gerade noch rechtzeitig drücke ich auf den Türöffnerknopf der Bahn. Beinahe hätte ich sie schon wieder verpasst. Aber jetzt sitze ich ganz vorne auf meine Stammsitz links am Fenster. Es rattert und rumpelt um mich herum, aber ich höre das alles nicht. Ich schaue nach draußen in die Dunkelheit. Sehe Leute, die noch schnell ins nächste Geschäft hetzen, mit Tüten durch die Gegend wandern oder sich hinter ihrem Schal verstecken. Ich sehe sie und ich sehe sie nicht. In Gedanken bin ich ganz woanders.
Die Minuten in der Kirche, an diesem ruhigen, stillen Ort. Es hört sich komisch an, aber sie haben mein Leben zumindest ein wenig verändert. Ich habe so viel über Dinge nachdenken können, die mich bedrücken oder über die ich einfach nicht hinwegsehen kann. Wenn ich vorher in der Beschaulichkeit meiner vier Wände versucht habe, mir über einige Dinge klar zu werden, hat es nie funktioniert. Aber dort musste ich mich nur hinsetzen und zuhören. In die Stille, die nicht betäubend oder drückend ist, sondern erholend. Ich konnte endlich mal meinen Gedanken freien Lauf lassen und nur auf mich hören. Alles, was ich sonst verdränge oder in den hinteren Teil meines Kopfes schiebe, war da und konnte sich mir offenbaren. Mir helfen. Mir zeigen, was ich will und wer ich sein will. Wie es um mich und meine Gefühle und Gedanken steht.
Die Stille hat mich befreit. Hat meinen Kopf für einen Moment lang durchfegt und ihn von allem, was nicht mehr wichtig ist, gelöst. Sie hat dafür gesorgt, dass ich das Wesentliche wieder erkenne und mir vor Augen führen kann. Sie hat mich zu Erkenntnissen gebracht, zu denen ich niemals irgendwo anders gelangt wäre. Und das in so kurzer Zeit.
So aufgeräumt mein Kopf aber auch sein mag, manche Dinge sind einfach darin festgeklebt. Festgetakkert und unwiderruflich darin eingraviert. Die lassen sich nicht wegfegen.
Aber das ist auch gut so. Ich will ja nicht vergessen. Ich will nur einen klaren Kopf haben.
Endlich mal wieder.
"Die größte Offenbarung ist die Stille." - Laotse
"Scheiße!"
Und da fährt sie an mir vorbei. Meine Bahn. Na klasse. S. wird mich erschlagen, wenn ich ihm jetzt noch eine Sms schreibe, in der schon wieder steht, dass ich 15 Minuten später komme. Verdammt. Und dabei hab ich mich so beeilt zu dieser blöden Bahn zu kommen. Bin halb um mein Leben gerannt, extra noch 'ne Abkürzung genommen. Hat aber im Endeffekt ja auch nichts gebracht. Und jetzt muss ich hier auch noch fünfzehn weitere Minuten in der Kälte stehen und mir meine Füße ab frieren und warten. So ein verdammter Mist.
Schnell hole ich mein Handy aus der Tasche und tippe die Sms an S.:
-Komme 15 Minuten später, hab die Bahn verpasst :s sorry, sorry, sorry!!-
Mein Handydisplay blinkt.
"Fuck!" Denke ich mir als ich sehe, dass der Akku kurz davor ist, den Geist aufzugeben. Hoffentlich hält er noch lange genug um mir die Antwortsms von S. zu zeigen. Mal sehen.
Ich stehe an der Bahnhaltestelle. Meine Kopfhörer habe ich vergessen, aber mit meinem Handy hätte ich jetzt eh keine Musik mehr gehört. Muss ja Akku sparen. Es ist verdammt kalt.
Meine Jacke ist zu dünn, meine Handschuhe wärmen nicht und mir läuft die Nase. Ich bin kurz vorm Durchdrehen. Was mache ich denn jetzt noch 15 Minuten lang hier? Die Autos brausen an mir vorbei. Ihre Insassen beschauen mich neugierig. Würde ich ihrer Stelle auch machen. Muss verdammt armselig aussehen, wie ich hier ganz alleine an der Haltestellen stehe. Alleine. Ich glaube, dieses Wort verfolgt mich. Ich seufze.
Das trüb-gelbe Licht der Straßenlaternen scheint auf die Straße nieder und beleuchtet sie schwach. Auf der anderen Straßenseite steht eine Kirche.
Ich habe schon länger mal mit dem Gedanken gespielt, mich einfach mal in diese Kirche zu setzen. Vielleicht eine Kerze für meinen Opa anzuzünden und einfach nur mal da zu sitzen. Einfach so. Keine Ahnung, wie ich auf diese Idee gekommen bin. Für gewöhnlich bin ich nicht sehr gläubig. Getauft bin ich nicht. Die Kirche habe ich bis jetzt nur zu fremden Konfirmationen oder einmal zu Weihnachten besucht. Das Vaterunser konnte ich noch nie auswendig und in der Schule habe ich Philosophie statt Religion. Habe mit dem Allen einfach nicht wirklich viel am Hut, auch wenn ich glaube, dass da oben noch irgendwo jemand ist, jemand sein muss. Dass wir hier unten nicht alleine sind.
Zielstrebig gehe ich auf die Ampel zu. Ich habe immer noch 10 Minuten Zeit.
Während ich warte, dass die Ampel grün wird, vibriert mein Handy. Eine Sms von S.
Klingt nicht sehr erfreut, wie schon erwartet. Aber er hat sich wohl damit abgefunden, dass ich mal wieder zu spät bin. Außerdem ist er ja auch manchmal zu spät. Ich tippe noch schnell eine "Okay, wir sehen uns dann gleich" - Sms zurück und renne über die Ampel, bevor sie wieder rot wird.
Auf der anderen Seite ragt die alte Kirche vor mir auf. In dem Schein der Laternen der Straße wirkt sie gruselig. So wie jede Kirche, meiner Meinung nach. Aber davon lasse ich mich jetzt nicht abschrecken. Bevor ich die schwere Holztür öffne, schalte ich mein Handy aus. Keine Lust auf peinlich laute Klingelgeräusche. Außerdem gehört sich das doch irgendwie so in einer Kirche, oder?
Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. In dem kleinen Vorraum ist es hell und warm. Die Straßengeräusche von draußen sind nur noch gedämpft, beinahe nicht mehr zu hören. Ich gehe weiter durch eine nächste Tür.
Dann stehe ich in der Haupthalle, in dem Kirchenschiff, so nennt man das glaube ich.
Die paar Bänke, die zum Altar gerichtet sind, sind leer. Niemand ist hier. Kerzen brennen. Ich kann die wunderschönen Bilder an der Decke sehen und bin ein wenig überwältigt. Diese Ruhe und dieser Frieden, den dieser Ort ausstrahlt, ist unglaublich. Ich gehe bis fast ganz nach vorne und setze mich in die zweite Reihe. Schnell werfe ich einen Blick auf meine Uhr. Ich habe noch 7 Minuten.
Gerade noch rechtzeitig drücke ich auf den Türöffnerknopf der Bahn. Beinahe hätte ich sie schon wieder verpasst. Aber jetzt sitze ich ganz vorne auf meine Stammsitz links am Fenster. Es rattert und rumpelt um mich herum, aber ich höre das alles nicht. Ich schaue nach draußen in die Dunkelheit. Sehe Leute, die noch schnell ins nächste Geschäft hetzen, mit Tüten durch die Gegend wandern oder sich hinter ihrem Schal verstecken. Ich sehe sie und ich sehe sie nicht. In Gedanken bin ich ganz woanders.
Die Minuten in der Kirche, an diesem ruhigen, stillen Ort. Es hört sich komisch an, aber sie haben mein Leben zumindest ein wenig verändert. Ich habe so viel über Dinge nachdenken können, die mich bedrücken oder über die ich einfach nicht hinwegsehen kann. Wenn ich vorher in der Beschaulichkeit meiner vier Wände versucht habe, mir über einige Dinge klar zu werden, hat es nie funktioniert. Aber dort musste ich mich nur hinsetzen und zuhören. In die Stille, die nicht betäubend oder drückend ist, sondern erholend. Ich konnte endlich mal meinen Gedanken freien Lauf lassen und nur auf mich hören. Alles, was ich sonst verdränge oder in den hinteren Teil meines Kopfes schiebe, war da und konnte sich mir offenbaren. Mir helfen. Mir zeigen, was ich will und wer ich sein will. Wie es um mich und meine Gefühle und Gedanken steht.
Die Stille hat mich befreit. Hat meinen Kopf für einen Moment lang durchfegt und ihn von allem, was nicht mehr wichtig ist, gelöst. Sie hat dafür gesorgt, dass ich das Wesentliche wieder erkenne und mir vor Augen führen kann. Sie hat mich zu Erkenntnissen gebracht, zu denen ich niemals irgendwo anders gelangt wäre. Und das in so kurzer Zeit.
So aufgeräumt mein Kopf aber auch sein mag, manche Dinge sind einfach darin festgeklebt. Festgetakkert und unwiderruflich darin eingraviert. Die lassen sich nicht wegfegen.
Aber das ist auch gut so. Ich will ja nicht vergessen. Ich will nur einen klaren Kopf haben.
Endlich mal wieder.
Dienstag, 1. März 2011
Zuhören, Teil I
Ich mag das Lied. Es ist ruhig. Und schön. Und manchmal braucht man Ruhe, wenn die Nacht beginnt und jemanden, der einen hält.
Jemanden, der einen hört.
Wenn die Nacht beginnt - Pohlmann
Ich sitze auf meinem Fahrrad.
Es ist schon fast ganz dunkel, aber auf den Straßen leuchten die Laternen, die Scheinwerfer der Autos und aus den Läden schimmert das Licht nach draußen in die Dunkelheit. Die Geräusche der Autos, das Gehupe, Gebrause. Das Bimmeln der Straßenbahn, Geplappere der Menschen, das Klappern von fremden Absätzen auf dem Aphalt.
All das höre ich nur gedämpft. Ich hab Kopfhörer in meinen Ohren und höre Musik. Ein paar schöne Lieder, vielleicht erwähne ich sie ein anderes mal noch genauer.
Ich brause also auf meinem Fahrrad durch die kalte Abendluft. Höre die Musik und sonst nichts.
"Und was hast du so am Wochenende gemacht?"
"Ach nicht so viel. War inner Stadt, bei 'ner Freundin und hab da gepennt, ja. Und ach ja, ich war auf XYs Geburtstag, war so witzig! Z hat sich total die Kante gegeben und is dann voll gegen den Schrank-..."
(An jemand ganz anderes gewannt) "Hey, weißt du, was? Mir ist letztens mal wieder PQ über'n Weg gelaufen und hat mir was total cooles erzählt..."
(denkt) "Na toll, vielen Dank für's Zuhören..!"
Unterricht.
Der Lehrer erzählt und erzählt und erzählt. Nicht von langweiligen Sachen, wie üblicherweise, keineswegs. Wichtige, interessante Dinge gibt er von sich. Kein fachspezifisches Gebrabbel, sondern kleine Weisheiten, die er im Laufe seines Lebens gesammelt hat und hilfreich für seine Schüler sein könnten. Er will sie nicht ärgern oder langweilen, er würde sie gerne begeistern und ermutigen. Eine kleine Motivationsrede. Um ihnen ein bisschen klar zu machen, was für eine schöne Zeit sie gerade durchleben. Dass solch eine Zeit nie mehr wieder kommt. Und dass die Schüler in ihr die wichtigsten, prägensten Erfahrungen machen werden. Freundschaften schließen, die so, wie sie sind, nie mehr die gleichen sein werden. Er versucht wirklich nicht, ihnen ins Gewissen zu reden, von wegen "Lernen, lernen, lernen. Leben ist überbewertet!". Nein. Er möchte ihnen erklären, dass sie das Gleichgewicht zwischen Leben und Schule zu halten versuchen sollten. Es sind vielleicht nur seine Schüler, aber er will ihnen als guter Lehrer in Erinnerung bleiben.
Aber keiner hört ihm zu.
Sie sitzt da. Alles ist laut um sie herum.
Nicht so laut, dass sie sich selbst nicht mehr hören kann, aber laut genug ist es trotzdem.
Sie hat eine wichtige Neuigkeit für ihre Freunde. Zumindest bezeichnet sie diese Leute so. Diese Leute, die ihr manchmal vertraut, manchmal unheimlich fremd vorkommen. Letzteres überwiegt. Es sind kleine Dinge, Sätze, Gesten, Mimiken, die sie verletzten. Wahrscheinlich beabsichtigen diese Leute es nicht, vielleicht schon. Aber sie hat niemand anderen und zu irgendwem möchte sie gehören. Also bleibt sie sitzen und wartet darauf, dass sie irgendwann jemand fragt, ob es irgendwas Neues gibt. Sie sitzt da und wartet, dass sich endlich auch mal alles um sie dreht und sie beachtet wird. Von irgendwem aus dieser Clique. Weil sie weiß, dass es nichts nützen würde, selbst mit Reden anzufangen.
Sie wagt einige kleine Versuche. Aber vergebens.
Keiner hört ihr zu.
Stille. Nichts als Stille.
Sie liegen auf dem Bett. Kopf an Kopf, dicht an dicht. Er hat seine Arm um sie gelegt und sie lehnt sich bei ihm an. Er hört ihren Atem, sie spürt seinen Herzschlag.
Er denkt vielleicht daran, dass er glücklich ist mit ihr. Und dass es so bleiben kann wie es ist. Ohne große Verpflichtungen, ohne große Worte. Wahrscheinlich denkt er an sie.
Er mag an sie denken, doch er merkt nicht, dass sie sich, obwohl sie so nah neben ihm liegt, so weit weg fühlt. Weil es ihr nicht gut geht. Weil sie nicht weiß, wie sie davon anfangen soll. Von ihren Gedanken, die sie so gerne mit ihm teilen würde, weil sie ihm wirklich vertraut. Aber sie traut sich nicht, hat Angst, dass er sie wegstößt. Oder falsch versteht. Oder überfordert ist mit dem, was sie sagt und befürchtet.
Ihr fehlen Verpflichtungen und große Worte. Von ihm.
Sie versucht ihm irgendwie zu zeigen, dass etwas nicht stimmt. Damit er es ist, der mit einem Gespräch anfängt und diese Stille, die sie so bedrückt und ihn so befreit, unterbricht. Sie schreit innerlich, windet sich und weint. Und will einfach nur, dass er sie hört. Weil sie denkt, dass er der Einzige wäre, der sie immer hört. Ob sie nun redet oder nicht. Dass er es wäre, der sie auch ohne Worte verstehen kann.
Aber er tut es nicht. Er sagt nichts. Er hält sie nur im Arm. Und dass bedrückt sie noch mehr, weil sie nicht weiß, was es bedeuten soll. Sie will einfach nur, dass er sie hört.
Aber das tut er nicht.
Selbsterlebtes, erfahrenes, gefühltes. Aber auch ausgedachtes, überlegtes, gesehenes.
Bald geht's weiter.
Jemanden, der einen hört.
Wenn die Nacht beginnt - Pohlmann
Ich sitze auf meinem Fahrrad.
Es ist schon fast ganz dunkel, aber auf den Straßen leuchten die Laternen, die Scheinwerfer der Autos und aus den Läden schimmert das Licht nach draußen in die Dunkelheit. Die Geräusche der Autos, das Gehupe, Gebrause. Das Bimmeln der Straßenbahn, Geplappere der Menschen, das Klappern von fremden Absätzen auf dem Aphalt.
All das höre ich nur gedämpft. Ich hab Kopfhörer in meinen Ohren und höre Musik. Ein paar schöne Lieder, vielleicht erwähne ich sie ein anderes mal noch genauer.
Ich brause also auf meinem Fahrrad durch die kalte Abendluft. Höre die Musik und sonst nichts.
"Und was hast du so am Wochenende gemacht?"
"Ach nicht so viel. War inner Stadt, bei 'ner Freundin und hab da gepennt, ja. Und ach ja, ich war auf XYs Geburtstag, war so witzig! Z hat sich total die Kante gegeben und is dann voll gegen den Schrank-..."
(An jemand ganz anderes gewannt) "Hey, weißt du, was? Mir ist letztens mal wieder PQ über'n Weg gelaufen und hat mir was total cooles erzählt..."
(denkt) "Na toll, vielen Dank für's Zuhören..!"
Unterricht.
Der Lehrer erzählt und erzählt und erzählt. Nicht von langweiligen Sachen, wie üblicherweise, keineswegs. Wichtige, interessante Dinge gibt er von sich. Kein fachspezifisches Gebrabbel, sondern kleine Weisheiten, die er im Laufe seines Lebens gesammelt hat und hilfreich für seine Schüler sein könnten. Er will sie nicht ärgern oder langweilen, er würde sie gerne begeistern und ermutigen. Eine kleine Motivationsrede. Um ihnen ein bisschen klar zu machen, was für eine schöne Zeit sie gerade durchleben. Dass solch eine Zeit nie mehr wieder kommt. Und dass die Schüler in ihr die wichtigsten, prägensten Erfahrungen machen werden. Freundschaften schließen, die so, wie sie sind, nie mehr die gleichen sein werden. Er versucht wirklich nicht, ihnen ins Gewissen zu reden, von wegen "Lernen, lernen, lernen. Leben ist überbewertet!". Nein. Er möchte ihnen erklären, dass sie das Gleichgewicht zwischen Leben und Schule zu halten versuchen sollten. Es sind vielleicht nur seine Schüler, aber er will ihnen als guter Lehrer in Erinnerung bleiben.
Aber keiner hört ihm zu.
Sie sitzt da. Alles ist laut um sie herum.
Nicht so laut, dass sie sich selbst nicht mehr hören kann, aber laut genug ist es trotzdem.
Sie hat eine wichtige Neuigkeit für ihre Freunde. Zumindest bezeichnet sie diese Leute so. Diese Leute, die ihr manchmal vertraut, manchmal unheimlich fremd vorkommen. Letzteres überwiegt. Es sind kleine Dinge, Sätze, Gesten, Mimiken, die sie verletzten. Wahrscheinlich beabsichtigen diese Leute es nicht, vielleicht schon. Aber sie hat niemand anderen und zu irgendwem möchte sie gehören. Also bleibt sie sitzen und wartet darauf, dass sie irgendwann jemand fragt, ob es irgendwas Neues gibt. Sie sitzt da und wartet, dass sich endlich auch mal alles um sie dreht und sie beachtet wird. Von irgendwem aus dieser Clique. Weil sie weiß, dass es nichts nützen würde, selbst mit Reden anzufangen.
Sie wagt einige kleine Versuche. Aber vergebens.
Keiner hört ihr zu.
Stille. Nichts als Stille.
Sie liegen auf dem Bett. Kopf an Kopf, dicht an dicht. Er hat seine Arm um sie gelegt und sie lehnt sich bei ihm an. Er hört ihren Atem, sie spürt seinen Herzschlag.
Er denkt vielleicht daran, dass er glücklich ist mit ihr. Und dass es so bleiben kann wie es ist. Ohne große Verpflichtungen, ohne große Worte. Wahrscheinlich denkt er an sie.
Er mag an sie denken, doch er merkt nicht, dass sie sich, obwohl sie so nah neben ihm liegt, so weit weg fühlt. Weil es ihr nicht gut geht. Weil sie nicht weiß, wie sie davon anfangen soll. Von ihren Gedanken, die sie so gerne mit ihm teilen würde, weil sie ihm wirklich vertraut. Aber sie traut sich nicht, hat Angst, dass er sie wegstößt. Oder falsch versteht. Oder überfordert ist mit dem, was sie sagt und befürchtet.
Ihr fehlen Verpflichtungen und große Worte. Von ihm.
Sie versucht ihm irgendwie zu zeigen, dass etwas nicht stimmt. Damit er es ist, der mit einem Gespräch anfängt und diese Stille, die sie so bedrückt und ihn so befreit, unterbricht. Sie schreit innerlich, windet sich und weint. Und will einfach nur, dass er sie hört. Weil sie denkt, dass er der Einzige wäre, der sie immer hört. Ob sie nun redet oder nicht. Dass er es wäre, der sie auch ohne Worte verstehen kann.
Aber er tut es nicht. Er sagt nichts. Er hält sie nur im Arm. Und dass bedrückt sie noch mehr, weil sie nicht weiß, was es bedeuten soll. Sie will einfach nur, dass er sie hört.
Aber das tut er nicht.
Selbsterlebtes, erfahrenes, gefühltes. Aber auch ausgedachtes, überlegtes, gesehenes.
Bald geht's weiter.
Freitag, 18. Februar 2011
Was mache ich eigentlich hier?
Eigentlich:
17.02.11, 22:47 Uhr
Schönes: Mad world - Gary Jules
Manchmal frage ich mich, wozu ich diesen Blog hier eigentlich schreibe.
Dann denke ich, dass es doch sinnlos ist, was ich schreibe.
Dass ich schreibe.
Wen kümmert's schon, was ich von irgendwas denke oder fühle oder welchen Film ich im Kino gesehen habe? Es ist doch total egal und wirklich lesen tun das alles doch höchstens 3 von 10 Leuten. Keiner interressiert sich mehr für solche Dinge. Diese, über dich ich hauptsächlich schreibe.
Alle fahren auf Mode ab, auf Fotografie oder was halt sonst grade noch so im Trend ist. Wer hat denn schon noch Lust sich einen Eintrag Größe Xtra-Large darüber durchzulesen, was ich mir so denke in meinem kleinen Universum.
Ich frage mich dann, was ich davon habe. Ob eigentlich irgendwer wirklich daran interressiert ist, was ich schreibe. Dass es doch eigentlich sinnlos ist, diesen Blog weiter zu führen.
Und dann denke ich manchmal, dass es gut ist, was ich hier tu.
Dass es vielleicht nicht viele Leute interressieren mag, was in meinem Leben vorgeht, aber dass immerhin welche da sind.
Dass ich Komplimente für Texte bekomme von Leuten, von denen ich so einen Kommentar nie gedacht hätte. Weil ich nie gedacht hätte, dass sie sowas lesen würden.
Dass manche, wenn auch wenige schon auf neue Posts warten und gespannt sind, worum es gehen wird.
Und, dass es mir gut tut. Es tut mir einfach gut hier alles nieder zu schreiben, was durch meinen Kopf flattert, meine Gedanken aufwühlt und sich auf meinem Gemüt niederlässt. Ein kleiner Post und die Last wird leichter. Oder aber ein gutes Gefühl, dass mich beschwingt und ich einfach mit der Welt teilen muss, wird stärker. Kommt halt drauf an, in welcher Situation ich mich grade befinde.
Ich komme mir zwar manchmal blöd vor und finde mich teilweise tierisch albern, dass ich hier schreibe, aber dann sagen mir Leute, dass sie gut finden, was ich mache und dass sie öfter und mehr lesen wollen.
Und dann bin ich froh, dass ich hier bin.
17.02.11, 22:47 Uhr
Schönes: Mad world - Gary Jules
Manchmal frage ich mich, wozu ich diesen Blog hier eigentlich schreibe.
Dann denke ich, dass es doch sinnlos ist, was ich schreibe.
Dass ich schreibe.
Wen kümmert's schon, was ich von irgendwas denke oder fühle oder welchen Film ich im Kino gesehen habe? Es ist doch total egal und wirklich lesen tun das alles doch höchstens 3 von 10 Leuten. Keiner interressiert sich mehr für solche Dinge. Diese, über dich ich hauptsächlich schreibe.
Alle fahren auf Mode ab, auf Fotografie oder was halt sonst grade noch so im Trend ist. Wer hat denn schon noch Lust sich einen Eintrag Größe Xtra-Large darüber durchzulesen, was ich mir so denke in meinem kleinen Universum.
Ich frage mich dann, was ich davon habe. Ob eigentlich irgendwer wirklich daran interressiert ist, was ich schreibe. Dass es doch eigentlich sinnlos ist, diesen Blog weiter zu führen.
Und dann denke ich manchmal, dass es gut ist, was ich hier tu.
Dass es vielleicht nicht viele Leute interressieren mag, was in meinem Leben vorgeht, aber dass immerhin welche da sind.
Dass ich Komplimente für Texte bekomme von Leuten, von denen ich so einen Kommentar nie gedacht hätte. Weil ich nie gedacht hätte, dass sie sowas lesen würden.
Dass manche, wenn auch wenige schon auf neue Posts warten und gespannt sind, worum es gehen wird.
Und, dass es mir gut tut. Es tut mir einfach gut hier alles nieder zu schreiben, was durch meinen Kopf flattert, meine Gedanken aufwühlt und sich auf meinem Gemüt niederlässt. Ein kleiner Post und die Last wird leichter. Oder aber ein gutes Gefühl, dass mich beschwingt und ich einfach mit der Welt teilen muss, wird stärker. Kommt halt drauf an, in welcher Situation ich mich grade befinde.
Ich komme mir zwar manchmal blöd vor und finde mich teilweise tierisch albern, dass ich hier schreibe, aber dann sagen mir Leute, dass sie gut finden, was ich mache und dass sie öfter und mehr lesen wollen.
Und dann bin ich froh, dass ich hier bin.
Mittwoch, 2. Februar 2011
Glück.
Hintergrund: Pyro - Kings of Leon
Es ist Samstagabend.
Ich sitze im Kino mit zwei sehr guten Freundinnen von mir. Während wir es uns mit Kaubonbons und Schokolade in unseren Sitzen gemütlich gemacht haben, erzählt uns Anne Hathaway etwas von Glück.
Wir sehen "Love & other drugs" mit bereits erwähnter Anne Hathaway und mit Jake Gyllenhaal. Er ein absolutes Schnuckelchen und Hingucker, sie einfach nur unheimlich schön.
Es geht um Liebe und verlieben und Veränderung und darum, wie man mit bestimmten Situationen am besten lebt. Und es geht um Glück.
Anne alias Maggie liegt auf dem Bett und schaut in die Kamera, die von Jake alias Jamie gehalten wird. Sie filmt schwarz-weiß.
Maggie sagt, dass sie glücklich ist, in diesem Moment. Dass es egal ist, ob noch eine Million andere solcher Momente folgen oder dies der einzige ist. Dass dieser Moment immer bleiben wird und dass er wahres Glück bedeutet. Während sie redet, lächelt sie in die Kamera und fängt leise an zu weinen.
Eine Stunde später wird der Abspann eingeleitet. Ich erzähle nicht wie es ausgegangen ist. Ihr müsst den Film schon selber sehen. Es lohnt sich wirklich. Es ist ein herzerwärmender kleiner Film, der einem den Tag versüßen und die Stimmung erhellen kann.
Ich sitze noch mit meinen Freundinnen in den Kinosesseln. Während alle anderen Leute mit einem mal aufstehen, beinahe hastig ihre Jacken nehmen und aus dem Saal eilen, bleiben wir noch ein bisschen sitzen. Blödeln herum. Sind albern und lachen.
Wir sind zu dritt. Ich finde, dass ist immer eine etwas kompliziertere Konstellation. Sie geht einfach nicht auf, eine bleibt meistens eher außen vor. Aber in diesem Moment lachen wir alle gemeinsam.
Ich sitze links am Rand. Meine Freundin neben mir spaßt so vor sich hin, mir direkt ins Ohr. Und ich muss lachen. Und wie. Wenn ich daran denke, muss ich immer noch lächeln. Aber nicht wegen dem, was sie gesagt hat. Um ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung, was es war.
Vor lauter Gekicher muss ich mich schon bei meiner Freundin anlehnen, um mich wieder zu beruhigen. Sie kichert mir ins Ohr und erzählt weiter irgendwelche Späße. Ich kann gar nicht mehr aufhören zu lachen.
Ich habe sie vermisst, diese Ausgelassenheit, dieses einfach nur Lachen und fröhlich sein und alles zum Kichern zu finden. Wir lachen alle drei, können uns kaum noch halten, wollen noch nicht aufstehen.
Ich muss mich beruhigen. Nicht wegen des Lachens, das ist egal. Aber mir steigen mit einem mal ein, zwei Tränen in die Augen. Freudentränen.
Dieser Moment, dieses Lachen und diese Vertrautheit zu meinen zwei Begleiterinnen macht mich glücklich. Dieser Moment ist und bleibt für mich ein Moment voller Glück. Und ich freue mich so sehr darüber, weil es in den Wochen zuvor nicht solch einen Moment gegeben hat. Zumindest nicht so. Auch, weil ich endlich mal wieder etwas mit diesen beiden Menschen unternommen habe. Ich habe mich im Moment ziemlich zurück gezogen, zu vielen Einladungen "Nein." gesagt. Mir war einfach nicht danach, so sehr es mir auch leid tut. Ich brauchte und brauche immer noch etwas Zeit für mich. Einfach um mich wieder zu finden. Damit ich wieder im Einklang mit allem bin und glücklich mit allem so, wie es ist. Ich brauche einfach diese Zeit um zu denken und fest zu stellen und zu hoffen. Letzteres nur ein wenig, zu viel schürt zu große Erwartungen und große Erwartungen machen alles kaputt, wenn sie nicht erfüllt werden.
Solche Momente in denen man einfach nur glücklich ist und sich gut fühlt und es egal ist, was als nächstes passiert oder was zuvor geschehen ist. Solche Momente braucht man auch. Und die kann man nun mal nur mit anderen erleben.
Für mich war dies so ein Moment. So einer wie Maggie ihn beschrieben hat. Egal, was noch kommen wird oder auch nicht.
Dieser Augenblick zählt und reicht.
Es ist Samstagabend.
Ich sitze im Kino mit zwei sehr guten Freundinnen von mir. Während wir es uns mit Kaubonbons und Schokolade in unseren Sitzen gemütlich gemacht haben, erzählt uns Anne Hathaway etwas von Glück.
Wir sehen "Love & other drugs" mit bereits erwähnter Anne Hathaway und mit Jake Gyllenhaal. Er ein absolutes Schnuckelchen und Hingucker, sie einfach nur unheimlich schön.
Es geht um Liebe und verlieben und Veränderung und darum, wie man mit bestimmten Situationen am besten lebt. Und es geht um Glück.
Anne alias Maggie liegt auf dem Bett und schaut in die Kamera, die von Jake alias Jamie gehalten wird. Sie filmt schwarz-weiß.
Maggie sagt, dass sie glücklich ist, in diesem Moment. Dass es egal ist, ob noch eine Million andere solcher Momente folgen oder dies der einzige ist. Dass dieser Moment immer bleiben wird und dass er wahres Glück bedeutet. Während sie redet, lächelt sie in die Kamera und fängt leise an zu weinen.
Eine Stunde später wird der Abspann eingeleitet. Ich erzähle nicht wie es ausgegangen ist. Ihr müsst den Film schon selber sehen. Es lohnt sich wirklich. Es ist ein herzerwärmender kleiner Film, der einem den Tag versüßen und die Stimmung erhellen kann.
Ich sitze noch mit meinen Freundinnen in den Kinosesseln. Während alle anderen Leute mit einem mal aufstehen, beinahe hastig ihre Jacken nehmen und aus dem Saal eilen, bleiben wir noch ein bisschen sitzen. Blödeln herum. Sind albern und lachen.
Wir sind zu dritt. Ich finde, dass ist immer eine etwas kompliziertere Konstellation. Sie geht einfach nicht auf, eine bleibt meistens eher außen vor. Aber in diesem Moment lachen wir alle gemeinsam.
Ich sitze links am Rand. Meine Freundin neben mir spaßt so vor sich hin, mir direkt ins Ohr. Und ich muss lachen. Und wie. Wenn ich daran denke, muss ich immer noch lächeln. Aber nicht wegen dem, was sie gesagt hat. Um ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung, was es war.
Vor lauter Gekicher muss ich mich schon bei meiner Freundin anlehnen, um mich wieder zu beruhigen. Sie kichert mir ins Ohr und erzählt weiter irgendwelche Späße. Ich kann gar nicht mehr aufhören zu lachen.
Ich habe sie vermisst, diese Ausgelassenheit, dieses einfach nur Lachen und fröhlich sein und alles zum Kichern zu finden. Wir lachen alle drei, können uns kaum noch halten, wollen noch nicht aufstehen.
Ich muss mich beruhigen. Nicht wegen des Lachens, das ist egal. Aber mir steigen mit einem mal ein, zwei Tränen in die Augen. Freudentränen.
Dieser Moment, dieses Lachen und diese Vertrautheit zu meinen zwei Begleiterinnen macht mich glücklich. Dieser Moment ist und bleibt für mich ein Moment voller Glück. Und ich freue mich so sehr darüber, weil es in den Wochen zuvor nicht solch einen Moment gegeben hat. Zumindest nicht so. Auch, weil ich endlich mal wieder etwas mit diesen beiden Menschen unternommen habe. Ich habe mich im Moment ziemlich zurück gezogen, zu vielen Einladungen "Nein." gesagt. Mir war einfach nicht danach, so sehr es mir auch leid tut. Ich brauchte und brauche immer noch etwas Zeit für mich. Einfach um mich wieder zu finden. Damit ich wieder im Einklang mit allem bin und glücklich mit allem so, wie es ist. Ich brauche einfach diese Zeit um zu denken und fest zu stellen und zu hoffen. Letzteres nur ein wenig, zu viel schürt zu große Erwartungen und große Erwartungen machen alles kaputt, wenn sie nicht erfüllt werden.
Solche Momente in denen man einfach nur glücklich ist und sich gut fühlt und es egal ist, was als nächstes passiert oder was zuvor geschehen ist. Solche Momente braucht man auch. Und die kann man nun mal nur mit anderen erleben.
Für mich war dies so ein Moment. So einer wie Maggie ihn beschrieben hat. Egal, was noch kommen wird oder auch nicht.
Dieser Augenblick zählt und reicht.
Montag, 13. Dezember 2010
Veränderungen.
Auf dem Heimweg gehört: Fools in love - Inara George
Irgendwie dreht sich im Moment alles um Veränderungen. Das Wetter ändert sich ständig von Schnee auf Tau auf Eis und wieder Schnee. Die Halbjahres-Endnoten haben sich für viele von meinen Mitschülern geändert, oftmals zum Schlechteren. Menschen verändern sich oder haben es vor einiger Zeit schon getan.
Es gibt gute Veränderung, diese von der Sorte, die einem helfen oder einen glücklich machen. Die nur positive Auswirkungen auf einen haben.
Und es gibt die schlechten Veränderungen. Diese, die einem das Leben schwer machen, schwerer als es vielleicht schon ist. Die einfach alles verkomplizieren. Mit denen es beinahe unmöglich wird klar zu sehen oder zu denken.
Diese, die einem das Herz brechen.
Wie lebt man mit so einer schlechten, oftmals belastenden Veränderung? Wenn sie das ganze Leben beeinflusst? Wie kriegt man es hin, darüber hinweg zu sehen und so weiter zu machen, wie man es immer tat?
Ich weiß es nicht. Man kann vielleicht auch gar nicht damit leben, man muss es einfach irgendwie schaffen.
Auch wenn einen diese Veränderung mehr als nur traurig stimmt. Wenn sie einem irgendwie die Welt aus der Hand reißt. Den Boden unter den Füßen verschwinden lässt. Wenn sie im ersten Moment aussichtslos und unendlich schmerzhaft ist.
So furchtbar solch eine Veränderung im Leben auch sein mag, wir haben keine andere Wahl.
Vielleicht bringt sie auch etwas Gutes mit sich.
Irgendwo.
Irgendwann.
Ich glaube gerne daran, dass alles irgendwie eine Auswirkungen auf etwas Anderes hat. Und einfach daran zu glauben, dass schmerzhafte Veränderungen auch etwas Gutes haben, weil sie einen stark machen und man vielleicht sogar aus ihnen lernt, dass tröstet einen oftmals über die Veränderung hinweg.
Über das, was man verloren hat. Was man geglaubt hat für eine lange Zeit zu haben, zu genießen.
So sehr man das vielleicht gewohnte oder einfach nur wunderschöne Alte auch vermisst.
Veränderungen lassen sich nun mal nicht rückgängig machen.
Man kann nur versuchen, aus ihnen einen Neubeginn heraus zu holen.
Irgendwie dreht sich im Moment alles um Veränderungen. Das Wetter ändert sich ständig von Schnee auf Tau auf Eis und wieder Schnee. Die Halbjahres-Endnoten haben sich für viele von meinen Mitschülern geändert, oftmals zum Schlechteren. Menschen verändern sich oder haben es vor einiger Zeit schon getan.
Es gibt gute Veränderung, diese von der Sorte, die einem helfen oder einen glücklich machen. Die nur positive Auswirkungen auf einen haben.
Und es gibt die schlechten Veränderungen. Diese, die einem das Leben schwer machen, schwerer als es vielleicht schon ist. Die einfach alles verkomplizieren. Mit denen es beinahe unmöglich wird klar zu sehen oder zu denken.
Diese, die einem das Herz brechen.
Wie lebt man mit so einer schlechten, oftmals belastenden Veränderung? Wenn sie das ganze Leben beeinflusst? Wie kriegt man es hin, darüber hinweg zu sehen und so weiter zu machen, wie man es immer tat?
Ich weiß es nicht. Man kann vielleicht auch gar nicht damit leben, man muss es einfach irgendwie schaffen.
Auch wenn einen diese Veränderung mehr als nur traurig stimmt. Wenn sie einem irgendwie die Welt aus der Hand reißt. Den Boden unter den Füßen verschwinden lässt. Wenn sie im ersten Moment aussichtslos und unendlich schmerzhaft ist.
So furchtbar solch eine Veränderung im Leben auch sein mag, wir haben keine andere Wahl.
Vielleicht bringt sie auch etwas Gutes mit sich.
Irgendwo.
Irgendwann.
Ich glaube gerne daran, dass alles irgendwie eine Auswirkungen auf etwas Anderes hat. Und einfach daran zu glauben, dass schmerzhafte Veränderungen auch etwas Gutes haben, weil sie einen stark machen und man vielleicht sogar aus ihnen lernt, dass tröstet einen oftmals über die Veränderung hinweg.
Über das, was man verloren hat. Was man geglaubt hat für eine lange Zeit zu haben, zu genießen.
So sehr man das vielleicht gewohnte oder einfach nur wunderschöne Alte auch vermisst.
Veränderungen lassen sich nun mal nicht rückgängig machen.
Man kann nur versuchen, aus ihnen einen Neubeginn heraus zu holen.
Samstag, 4. Dezember 2010
Wann kenn ich dich?
Hintergrund: Mayday Parade – I swear this time I mean it.
Es gibt jetzt auf MTV eine neue Show. Ich weiß nicht mehr genau wie sie heißt, aber es war so etwas wie „What if you really knew me“. Irgendwie so.
Es gibt jetzt auf MTV eine neue Show. Ich weiß nicht mehr genau wie sie heißt, aber es war so etwas wie „What if you really knew me“. Irgendwie so.
In dieser Show wird eine ganze Schule komplett auf den Kopf gestellt. Alle Schüler spielen, soweit ich das verstanden habe, das „Wenn du mich wirklich kennen würdest“ - Spiel. Wie der Titel das einem auch schon sagt. Bei dem Spiel reden die Schüler über die Dinge, die sie WIRKLICH ausmachen, über Probleme, von denen niemand so wirklich etwas weiß. In dem Trailer zu dieser Show sieht man zusammenbrechende Schüler und wie sie sich dazu entschließen sich neue Freunde zu suchen. Dass es ihnen gut tut zu wissen, dass es andere gibt, die die gleichen Sorgen und Probleme teilen wie sie selbst.
Ich habe schon vorher öfter darüber nachgedacht, wann wir wirklich jemanden kennen. Aber diese Show hat mir erst gezeigt, dass ich gar nicht so falsch lag mit meinen Gedanken.
Ich glaube, wir leben meistens nur irgendwie so aneinander vorbei. Zugegeben, es klingt traurig. Aber wenn wir mal ehrlich sind, was wissen wir wirklich über unsere Mitmenschen? Wir unterhalten uns tagtäglich, wir lachen und haben Spaß, unterhalten uns auch über Ernstes, aber meistens wissen wir nichts übereinander.
Wir behaupten es nur.
Das Problem meiner Meinung nach ist auch, dass wir absolut keine Ahnung haben, wie man „kennen“ definiert. Beziehungsweise haben wir alle andere Auffassungen davon.
Wenn mir Jemand von einem Anderen erzählt und ich ihn nicht „kenne“, dann fehlt nur ein kleiner Hinweis, so was wie:
„Na, die aus der - und - der Klasse!“ oder „Der Ex von Dingenskirchen!“ und schon kommt ein „Ach deeeeeen, ja klar den ’kenn’ ich!“
Wir glauben zu wissen, wer jemand ist, aber das Einzige, was wir wirklich wissen, ist einfach nur, dass derjenige der Ex von Dingenskirchen ist oder in die –und –die Klasse geht. Und Ende im Gelände.
Aber „kennen“ heißt doch eigentlich etwas ganz anderes, tiefgründigeres. Oder?
Nach meiner Definition heißt es zu wissen, wer jemand ist. Also wirklich ist.
Was ihn ausmacht, wie er sich verhält.
Wovor er am meisten Angst hat und was sein größter Wunsch ist.
Schon eine Ahnung zu haben, wie der Andere auf dieses oder jenes reagiert.
Wie er tickt.
Aber ohne Stempel, Schubladen und allerlei Gedöns dieser Art. Ohne diese Vorurteile, die man hat. Wenn wir jemanden kennen lernen, brauchen wir diese Schubladen auch irgendwie, um uns mit dieser Person besser vertraut machen zu können und einfach, um sie einzuschätzen. Aber dieses Schubladen-Denken sollte man schnellstmöglich wieder vergessen oder es versuchen.
Ich bin mal ganz ehrlich. Wenn ich so überlege, dann komme ich auf 1, höchstens 2 Personen von denen ich behaupten kann, dass sie mich wirklich kennen. Ich nenne diese Menschen meine besten Freunde. Von solchen erwartet man ja auch irgendwie, dass sie einen wirklich kennen.
Die meisten anderen meiner guten bis sehr guten Freunde kennen mich. Aber nicht ganz. Nur so oberflächlich. Über manche Themen kann ich mit ihnen ganz offen und ehrlich sprechen und da verstehen sie mich, aber bei anderen Dingen kann ich reden, soviel ich will. Es hilft nichts. Sie haben ein Bild, wenn es um dieses und jenes geht und das lässt sich nicht ändern. Gestempelt und fertig, na klasse. Anstatt den Brief zu öffnen und wenigstens zu versuchen auch zwischen den Zeilen zu lesen wird er gleich in den Briefkasten geschmissen. Klar kann ich nicht von jedem so viel Mühe und Zuneigung und Interesse verlangen. Aber dann dieses „Du bist so-und-so und das ist so und Punkt.“ geht mir auf die Nerven. Ich hasse es.
Ich will nicht sagen, dass ich versuche jedem meiner Mitmenschen in „die Seele zu blicken“, aber na ja, ich hoffe doch dass ich sie wenigstens nicht so abstempel. Und ich weiß, dass ich niemals einem Anderen sagen oder beinahe schon vorschreiben würde, wie er ist bzw. zu sein hat.
Hmpf.
Weil ich es einfach so sehr mag: Aaron - Lili ♥
Ich weiß grade gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Das ist mir noch nie passiert. Und das ist schlecht. Aber irgendwie weiß ich selber auch nicht so genau, was ich denke oder nicht oder vielleicht doch. Oder was ich glauben sollte oder lieber nicht. Laut Galileo grübelt jede Frau pro Tag mindestens...30 mal oder so. Auf jeden Fall sehr viel. Normalerweise würde ich sagen, dass das auf mich eher weniger zutrifft. Ich wüsste gar nicht, worüber ich so viel grübeln sollte!? Im Winter ist es ja so ziemlich egal wie man aussieht, hauptsache es ist warm. Und was andere Leute von mir denken, weiß ich entweder oder ist mir relativ egal. Naja, aber ich drifte ein wenig vom Thema ab. Vorauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, dass ich momentan so ziemliche jede freie Minute über etwas grüble, was mich beschäftigt. Ich weiß nicht so recht, wie ich es sagen soll, ohne wirklich etwas zu sagen, weil mir das doch etwas zu persönlich ist.
Ich weiß nur, dass es mich verwirrt, nachdenklich macht und traurig stimmt. Und das ich es scheiße finde. Dieses "Nicht-Wissen", Ahnen, dass stört mich gewaltig! Ich habe keine Lust mehr zu warten. Oder zu raten. Oder mir irgendwas auszudenken, zu grübeln halt. Es, was auch immer es sein mag, stresst meinen Kopf und darauf komme ich nicht so wirklich klar. Konzentration geht mir flöten, anderes verliert nach kurzer Zeit mehr und mehr an Bedeutung.
Scheiße.
Ich weiß, dass das wahrscheinlich ein ziemlich sinnloser Eintrag war, weil keiner Weis, was ich meine. Glaube ich. Aber ich musste wenigstens mal ein bisschen von meinem Frust loswerden.
Ich weiß grade gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Das ist mir noch nie passiert. Und das ist schlecht. Aber irgendwie weiß ich selber auch nicht so genau, was ich denke oder nicht oder vielleicht doch. Oder was ich glauben sollte oder lieber nicht. Laut Galileo grübelt jede Frau pro Tag mindestens...30 mal oder so. Auf jeden Fall sehr viel. Normalerweise würde ich sagen, dass das auf mich eher weniger zutrifft. Ich wüsste gar nicht, worüber ich so viel grübeln sollte!? Im Winter ist es ja so ziemlich egal wie man aussieht, hauptsache es ist warm. Und was andere Leute von mir denken, weiß ich entweder oder ist mir relativ egal. Naja, aber ich drifte ein wenig vom Thema ab. Vorauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, dass ich momentan so ziemliche jede freie Minute über etwas grüble, was mich beschäftigt. Ich weiß nicht so recht, wie ich es sagen soll, ohne wirklich etwas zu sagen, weil mir das doch etwas zu persönlich ist.
Ich weiß nur, dass es mich verwirrt, nachdenklich macht und traurig stimmt. Und das ich es scheiße finde. Dieses "Nicht-Wissen", Ahnen, dass stört mich gewaltig! Ich habe keine Lust mehr zu warten. Oder zu raten. Oder mir irgendwas auszudenken, zu grübeln halt. Es, was auch immer es sein mag, stresst meinen Kopf und darauf komme ich nicht so wirklich klar. Konzentration geht mir flöten, anderes verliert nach kurzer Zeit mehr und mehr an Bedeutung.
Scheiße.
Ich weiß, dass das wahrscheinlich ein ziemlich sinnloser Eintrag war, weil keiner Weis, was ich meine. Glaube ich. Aber ich musste wenigstens mal ein bisschen von meinem Frust loswerden.
Samstag, 13. November 2010
Busfahrten bei Nacht.
Remembering sunday - All Time Low (momentanes absolutes Lieblingslied♥)
Puh.
Ich stelle meinen Sitz nach hinten und schalte das Licht über mir aus.
Das war ein langer Tag.
Schulausflug nach Berlin mit dem Musikkurs. Museum, Elbphilharmonie und Konzert, war alles wirklich interessant. Aber auch sehr anstrengend. Heute morgen um halb acht mit dem Bus losgedüst, vier Stunden lang nur Autobahn.
Und jetzt, so gegen elf Uhr nachts immer noch nicht zu Hause. Schon wieder nur Autobahn.
Ich vermisse mein Bett, meine Ruhe, meinen Schlaf. Im Bus ist das nämlich leider ziemlich schwierig.
Und doch...da ist etwas, dass mich meinen häuslichen Komfort vergessen lässt.
Ich schaue aus dem Fenster. Im Gegensatz zu heute morgen sehe ich zum Glück keine Autobahn. Keine Autos, LKW's, Viehtransporter oder Tankstellen am Straßenrand.
Ich sehe nur Lichter.
Überall, ganz viele. Kleine und große, strahlende und kaum zu erkennende, bunte und weiße.
Und ich sehe blau. Dunkles, tiefes blau. Nachtblau eben, so wie der Himmel es nun ist.
Ich fühle das Fahren. Jede Unebenheit der Straße, über die der Bus fährt, jede Kurve, einfach alles.
Ich liebe solche Busfahrten bei Nacht.
Wenn alle anderen schlafen (oder es versuchen), alle Lichter aus sind und man mit niemandem reden muss. Wenn alles ruhig ist und das einzige was man hört, das Geräusch von Straßen unter einem ist.
Und Musik. Ja, auf jeden Fall Musik.
Fahrten mitten in der Nacht, wenn man als Einziger wach ist und nur aus dem Fenster schaut, während man seiner Musik lauscht.
Für mich gehören sie zu den wenigen Gelegenheiten einfach mal nachzudenken. Oder nicht. Wie man will, es ist einem selbst überlassen. Man wird nicht vom Fernseher abgelenkt, vom Telefon aufgehalten oder vom ständigen "A-ooh" des ICQ's genervt. Man muss sich nicht über Eltern ärgern, die wollen, dass man bitte genau JETZT den Müll rausbringt (auch wenn es regnet, dunkel ist und man an den Hausaufgaben sitzt, naja mehr oder weniger).
Man hat nichts, absolut nichts. Außer vielleicht Musik. Aber mich lenkt Musik nicht ab, sie entspannt mich und hilft mir zu Ruhe zu kommen.
Dieses Gefühl einfach nichts zu haben, nichts machen zu müssen und nichts vergessen zu haben.
Die Gedanken schweifen zu lassen, sich vielleicht über wichtige Sachen Gedanken machen zu können aber nicht zu müssen.
Oder einfach nichts zu denken und nur zu fühlen. Mit allen Sinnen. Also, fast allen.
Das Fahren fühlen, wie sich der Bus der Straße anpasst und ihr folgt, dieses gleichmäßige Gerückel. Manche mag es stören, manchem wird davon übel. Ich mag es.
Das stetige Geräusch der Autobahn unter einem, das Rauschen und Brausen. Nicht zu laut, aber auch nicht zu leise.
Und die tausend Lichter draußen, irgendwo in der Dunkelheit. Man weiß nicht wohin sie gehören, was sie sind, wenn es hell ist. Man kann es ahnen, aber das macht keinen Spaß. Dieses Unbekannte, wofür sie stehen. Das Unbekannte, an dessen Tunnelende trotzdem immer ein Licht ist.
Einfach das Strahlen, Leuchten, Scheinen.
Das alles mag ich so gerne an Busfahrten bei Nacht.
Auch diese Szene spielte sich vor ein oder zwei Wochen ab. Ich habe es aber auch "damals" nicht geschafft, mich an den PC zu setzen und zu schreiben. Ich weiß auch nicht genau, warum. Aber jetzt habe ich es geschafft. Mein Kopf ist wieder etwas leerer und frei für neue Dinge, über die ich schreiben möchte. Ein schönes Gefühl.
Puh.
Ich stelle meinen Sitz nach hinten und schalte das Licht über mir aus.
Das war ein langer Tag.
Schulausflug nach Berlin mit dem Musikkurs. Museum, Elbphilharmonie und Konzert, war alles wirklich interessant. Aber auch sehr anstrengend. Heute morgen um halb acht mit dem Bus losgedüst, vier Stunden lang nur Autobahn.
Und jetzt, so gegen elf Uhr nachts immer noch nicht zu Hause. Schon wieder nur Autobahn.
Ich vermisse mein Bett, meine Ruhe, meinen Schlaf. Im Bus ist das nämlich leider ziemlich schwierig.
Und doch...da ist etwas, dass mich meinen häuslichen Komfort vergessen lässt.
Ich schaue aus dem Fenster. Im Gegensatz zu heute morgen sehe ich zum Glück keine Autobahn. Keine Autos, LKW's, Viehtransporter oder Tankstellen am Straßenrand.
Ich sehe nur Lichter.
Überall, ganz viele. Kleine und große, strahlende und kaum zu erkennende, bunte und weiße.
Und ich sehe blau. Dunkles, tiefes blau. Nachtblau eben, so wie der Himmel es nun ist.
Ich fühle das Fahren. Jede Unebenheit der Straße, über die der Bus fährt, jede Kurve, einfach alles.
Ich liebe solche Busfahrten bei Nacht.
Wenn alle anderen schlafen (oder es versuchen), alle Lichter aus sind und man mit niemandem reden muss. Wenn alles ruhig ist und das einzige was man hört, das Geräusch von Straßen unter einem ist.
Und Musik. Ja, auf jeden Fall Musik.
Fahrten mitten in der Nacht, wenn man als Einziger wach ist und nur aus dem Fenster schaut, während man seiner Musik lauscht.
Für mich gehören sie zu den wenigen Gelegenheiten einfach mal nachzudenken. Oder nicht. Wie man will, es ist einem selbst überlassen. Man wird nicht vom Fernseher abgelenkt, vom Telefon aufgehalten oder vom ständigen "A-ooh" des ICQ's genervt. Man muss sich nicht über Eltern ärgern, die wollen, dass man bitte genau JETZT den Müll rausbringt (auch wenn es regnet, dunkel ist und man an den Hausaufgaben sitzt, naja mehr oder weniger).
Man hat nichts, absolut nichts. Außer vielleicht Musik. Aber mich lenkt Musik nicht ab, sie entspannt mich und hilft mir zu Ruhe zu kommen.
Dieses Gefühl einfach nichts zu haben, nichts machen zu müssen und nichts vergessen zu haben.
Die Gedanken schweifen zu lassen, sich vielleicht über wichtige Sachen Gedanken machen zu können aber nicht zu müssen.
Oder einfach nichts zu denken und nur zu fühlen. Mit allen Sinnen. Also, fast allen.
Das Fahren fühlen, wie sich der Bus der Straße anpasst und ihr folgt, dieses gleichmäßige Gerückel. Manche mag es stören, manchem wird davon übel. Ich mag es.
Das stetige Geräusch der Autobahn unter einem, das Rauschen und Brausen. Nicht zu laut, aber auch nicht zu leise.
Und die tausend Lichter draußen, irgendwo in der Dunkelheit. Man weiß nicht wohin sie gehören, was sie sind, wenn es hell ist. Man kann es ahnen, aber das macht keinen Spaß. Dieses Unbekannte, wofür sie stehen. Das Unbekannte, an dessen Tunnelende trotzdem immer ein Licht ist.
Einfach das Strahlen, Leuchten, Scheinen.
Das alles mag ich so gerne an Busfahrten bei Nacht.
Auch diese Szene spielte sich vor ein oder zwei Wochen ab. Ich habe es aber auch "damals" nicht geschafft, mich an den PC zu setzen und zu schreiben. Ich weiß auch nicht genau, warum. Aber jetzt habe ich es geschafft. Mein Kopf ist wieder etwas leerer und frei für neue Dinge, über die ich schreiben möchte. Ein schönes Gefühl.
Dienstag, 5. Oktober 2010
Ein kleines Zitat.
Miserable at best - Mayday Parade (Ich liebeliebeliebe diese Band♥)
The time should come, when you have to make a choice between what is right and what is easy.
Albus Dumbledore
Dieses Zitat stammt aus "Harry Potter und der Feuerkelch".
Ich habe es vor einiger Zeit in meinem Hausaufgabenheft gefunden, dort sind auf jeder Seite solche schönen Zitate aufgeschrieben. Und irgendwie gefiel mir dieses besonders gut. Nicht nur, weil ich ein kleiner Harry-Potter-Fanatiker bin, sondern auch, weil es so wahr ist.
In Jedermanns Leben kommt einmal der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man das Richtige tut, auch wenn es schwer ist oder das Einfache, weil es einfach einfach ist (Die Werbung sagt ja auch: "Weil Einfach einfach einfach ist."). Man muss sich manchmal einfach anstrengen und in etwas reinknien, um ein gutes Ergebnis am Ende zu erhalten. Das kann man auf Schule/Arbeit beziehen, auf Freundschaft/Liebschaft oder einfach auf sich selber und die Träume, die man vielleicht hat. Um sie zu verwirklichen braucht es meistens weniger körperliche Kraft oder Stärke, als viel mehr mentale Entschlossenheit, um sein Ziel wirklich zu erreichen. Aber es lohnt sich, diese Entschlossenheit aufzubringen, auch wenn es einem manchmal schwer fällt und man am liebsten aufgeben würde.
Das wäre schließlich einfacher.
Doch wenn man durchhält und am Ende dann vor seinem Traum steht, der nicht mehr länger ein Traum ist sondern Wirklichkeit, dann weiß man, dass es richtig war, weiterzumachen.
Und das es sich am Ende immer lohnt, auch wenn es schwer ist.
Ich habe es vor einiger Zeit in meinem Hausaufgabenheft gefunden, dort sind auf jeder Seite solche schönen Zitate aufgeschrieben. Und irgendwie gefiel mir dieses besonders gut. Nicht nur, weil ich ein kleiner Harry-Potter-Fanatiker bin, sondern auch, weil es so wahr ist.
In Jedermanns Leben kommt einmal der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man das Richtige tut, auch wenn es schwer ist oder das Einfache, weil es einfach einfach ist (Die Werbung sagt ja auch: "Weil Einfach einfach einfach ist."). Man muss sich manchmal einfach anstrengen und in etwas reinknien, um ein gutes Ergebnis am Ende zu erhalten. Das kann man auf Schule/Arbeit beziehen, auf Freundschaft/Liebschaft oder einfach auf sich selber und die Träume, die man vielleicht hat. Um sie zu verwirklichen braucht es meistens weniger körperliche Kraft oder Stärke, als viel mehr mentale Entschlossenheit, um sein Ziel wirklich zu erreichen. Aber es lohnt sich, diese Entschlossenheit aufzubringen, auch wenn es einem manchmal schwer fällt und man am liebsten aufgeben würde.
Das wäre schließlich einfacher.
Doch wenn man durchhält und am Ende dann vor seinem Traum steht, der nicht mehr länger ein Traum ist sondern Wirklichkeit, dann weiß man, dass es richtig war, weiterzumachen.
Und das es sich am Ende immer lohnt, auch wenn es schwer ist.
Sonntag, 3. Oktober 2010
Zeit.
Ich liebe es: My heroine (acoustic) - Silverstein
Mir ist in letzter Zeit etwas aufgefallen. Ich habe etwas festgestellt und mir daraus eine kleine Weisheit zusammengereimt. Hoffentlich vergesse ich sie nicht so bald.
Zeit.
Ich habe im Moment viel zu viel Zeit.
Wenn ich nachmittags um vier von der Schule komme, habe ich nichts besseres zu tun, als ein wenig Hausaufgaben zu machen und fern zu sehen. Das war's. Okay, ich surfe noch ein wenig durch's Internet aber nun ja, richtig viel ist das trotzdem nicht.
Andere beneiden mich darum, weil sie immer irgendwas zu tun haben. Training, Führerschein oder was einem sonst noch so einfällt. Einige haben auch einfach nur immer ein Date mit ihrem Freund. Naja, kann man nichts machen.
Aber ich hasse es langsam so viel Zeit zu haben. Ich weiß auch einfach nicht, was ich noch machen soll in den wenigen Stunden bis es dunkel wird und ich zu Hause sein muss. Wer hat denn in der Woche an einem Nachmittag noch Zeit um irgendwas zu machen? Und selbst, wenn es so jemanden gibt, was soll man denn in diesen wenigen Stunden groß auf die Beine stellen? Bis man sich dann wirklich trifft ist es fünf, vielleicht halb sechs. Der Tag ist also quasi schon vorbei. Für anderthalb Stunden lohnt es sich nicht in die Stadt zu gehen, ins Kino zu gehen oder sonst etwas großartiges zu machen. Hm. Einfach nur blöd.
Ich brauche einfach ein Hobby, das habe ich jetzt festgestellt. Ich hab da auch schon was im Auge, was mir gefallen könnte und ich mir leisten kann. Aber ich bin mir dessen noch nicht ganz sicher und werde deswegen auch noch nicht mehr davon berichten. Ihr hört schon noch von mir, was daraus geworden ist.
Wie auch immer, ich will eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus.
Es ist egal, wie viele Geld man hat oder nicht, ob man in einer Beziehung ist oder nicht, wie viele Freunde man hat oder nicht hat. Das Einzige, was am Ende zählt und worauf es wirklich ankommt ist Zeit. Was bringen einem hunderte von Freunde, Massen an Geld oder eine Beziehung, wenn man keine Zeit dafür hat? Oder wenn man wie ich zu viel Zeit zum Nichtstun, aber zu wenig Zeit zum Etwas-tun hat?
Irgendwie ist Zeit alles und ohne sie wäre alles umsonst.
Zeit ist das Wertvollste, was man haben kann.
Noch wertvoller wird sie nur, wenn man sie auch nutzt.
Und sie mit seinen Freunden verbringt.
Oder mit seinem Hobby.
Mit Einkaufen oder mit Musik hören.
Oder mit seinem Freund.
Nutzt die Zeit, die ihr habt. Irgendwie.
Denn ohne Zeit zu haben ist alles andere beinahe wertlos.
Mir ist in letzter Zeit etwas aufgefallen. Ich habe etwas festgestellt und mir daraus eine kleine Weisheit zusammengereimt. Hoffentlich vergesse ich sie nicht so bald.
Zeit.
Ich habe im Moment viel zu viel Zeit.
Wenn ich nachmittags um vier von der Schule komme, habe ich nichts besseres zu tun, als ein wenig Hausaufgaben zu machen und fern zu sehen. Das war's. Okay, ich surfe noch ein wenig durch's Internet aber nun ja, richtig viel ist das trotzdem nicht.
Andere beneiden mich darum, weil sie immer irgendwas zu tun haben. Training, Führerschein oder was einem sonst noch so einfällt. Einige haben auch einfach nur immer ein Date mit ihrem Freund. Naja, kann man nichts machen.
Aber ich hasse es langsam so viel Zeit zu haben. Ich weiß auch einfach nicht, was ich noch machen soll in den wenigen Stunden bis es dunkel wird und ich zu Hause sein muss. Wer hat denn in der Woche an einem Nachmittag noch Zeit um irgendwas zu machen? Und selbst, wenn es so jemanden gibt, was soll man denn in diesen wenigen Stunden groß auf die Beine stellen? Bis man sich dann wirklich trifft ist es fünf, vielleicht halb sechs. Der Tag ist also quasi schon vorbei. Für anderthalb Stunden lohnt es sich nicht in die Stadt zu gehen, ins Kino zu gehen oder sonst etwas großartiges zu machen. Hm. Einfach nur blöd.
Ich brauche einfach ein Hobby, das habe ich jetzt festgestellt. Ich hab da auch schon was im Auge, was mir gefallen könnte und ich mir leisten kann. Aber ich bin mir dessen noch nicht ganz sicher und werde deswegen auch noch nicht mehr davon berichten. Ihr hört schon noch von mir, was daraus geworden ist.
Wie auch immer, ich will eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus.
Es ist egal, wie viele Geld man hat oder nicht, ob man in einer Beziehung ist oder nicht, wie viele Freunde man hat oder nicht hat. Das Einzige, was am Ende zählt und worauf es wirklich ankommt ist Zeit. Was bringen einem hunderte von Freunde, Massen an Geld oder eine Beziehung, wenn man keine Zeit dafür hat? Oder wenn man wie ich zu viel Zeit zum Nichtstun, aber zu wenig Zeit zum Etwas-tun hat?
Irgendwie ist Zeit alles und ohne sie wäre alles umsonst.
Zeit ist das Wertvollste, was man haben kann.
Noch wertvoller wird sie nur, wenn man sie auch nutzt.
Und sie mit seinen Freunden verbringt.
Oder mit seinem Hobby.
Mit Einkaufen oder mit Musik hören.
Oder mit seinem Freund.
Nutzt die Zeit, die ihr habt. Irgendwie.
Denn ohne Zeit zu haben ist alles andere beinahe wertlos.
Samstag, 25. September 2010
Heuchler.
Es ist Samstagabend.
Irgendwie hab ich nicht wirklich was zu tun, deswegen habe ich auch grade "Das Supertalent" gesehen. Ist ja immer mal ganz witzig, emotional, spektakulär und atemberaubend. Es ist von jedem was dabei, deswegen mag ich diese Castingshow auch lieber als "Popstars" oder "DSDS". Nicht immer das Gleiche, abwechslungsreich.
Aber heute war ich wirklich entsetzt. Und wütend. Und schockiert wie schrecklich manche Menschen sein können. Seht euch dieses Video an. Ich weiß, es dauert lang, aber ich bitte euch.
Diese nette Dame namens Korea, die da zu Beginn wirklich ihr Herz in das Geigenspiel legt und wirklich gut spielt, wird einfach mal ausgebuht. Einfach so, weil sie nur was "langweiliges" auf 'ner Geige spielt, obwohl ihr Äußeres so spannend ist. Anstatt einfach zu zu hören und zu fühlen und zu verstehen, was sie mit diesem Stück sagen will. Nein, nichts da, Pustekuchen. Vielleicht reagiere ich so, weil ich selbst ein Instrument spiele und weiß, wie es ist, auf der Bühne zu stehen. Man buht nicht, schon gar nicht, bei so einer guten Leistung wie bei Korea. Auf jeden Fall kann ich nur sagen: Kulturbanausen. Hört sich spießig an, ist es auch, aber es ist einfach so! Aber was ich noch viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass die Zuschauer, sobald die gute Korea ihre Haare aufmacht und was Schnelles, Bekanntes spielt, total ausflippen und klatschen und ihr zu jubeln. Wie heuchlerisch ist das denn bitte? Nur, weil es erst klassisch war, gleich verurteilen zu wollen und sie in eine Schublade zu stecken, aber sobald man etwas kennt, wird es bejubelt und beklatscht plus Standing Ovations. Ich könnte mich darüber stundenlang aufregen, wirklich. Dieses Rumgeheuchel. Und Unverständnis dem gegenüber, was man vielleicht nicht kennt oder nicht so gern mag. Zum Kotzen!
Ich finde, es ist einfach eine Sache des Respekts, jemandem zu zuhören und ihn nicht auszubuen. Die arme Korea hat es nun wirklich nicht verdient, so behandelt zu werden! Es ist respektlos, intolerant und einfach scheiße.
So sehe ich das.
Irgendwie hab ich nicht wirklich was zu tun, deswegen habe ich auch grade "Das Supertalent" gesehen. Ist ja immer mal ganz witzig, emotional, spektakulär und atemberaubend. Es ist von jedem was dabei, deswegen mag ich diese Castingshow auch lieber als "Popstars" oder "DSDS". Nicht immer das Gleiche, abwechslungsreich.
Aber heute war ich wirklich entsetzt. Und wütend. Und schockiert wie schrecklich manche Menschen sein können. Seht euch dieses Video an. Ich weiß, es dauert lang, aber ich bitte euch.
Diese nette Dame namens Korea, die da zu Beginn wirklich ihr Herz in das Geigenspiel legt und wirklich gut spielt, wird einfach mal ausgebuht. Einfach so, weil sie nur was "langweiliges" auf 'ner Geige spielt, obwohl ihr Äußeres so spannend ist. Anstatt einfach zu zu hören und zu fühlen und zu verstehen, was sie mit diesem Stück sagen will. Nein, nichts da, Pustekuchen. Vielleicht reagiere ich so, weil ich selbst ein Instrument spiele und weiß, wie es ist, auf der Bühne zu stehen. Man buht nicht, schon gar nicht, bei so einer guten Leistung wie bei Korea. Auf jeden Fall kann ich nur sagen: Kulturbanausen. Hört sich spießig an, ist es auch, aber es ist einfach so! Aber was ich noch viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass die Zuschauer, sobald die gute Korea ihre Haare aufmacht und was Schnelles, Bekanntes spielt, total ausflippen und klatschen und ihr zu jubeln. Wie heuchlerisch ist das denn bitte? Nur, weil es erst klassisch war, gleich verurteilen zu wollen und sie in eine Schublade zu stecken, aber sobald man etwas kennt, wird es bejubelt und beklatscht plus Standing Ovations. Ich könnte mich darüber stundenlang aufregen, wirklich. Dieses Rumgeheuchel. Und Unverständnis dem gegenüber, was man vielleicht nicht kennt oder nicht so gern mag. Zum Kotzen!
Ich finde, es ist einfach eine Sache des Respekts, jemandem zu zuhören und ihn nicht auszubuen. Die arme Korea hat es nun wirklich nicht verdient, so behandelt zu werden! Es ist respektlos, intolerant und einfach scheiße.
So sehe ich das.
Freitag, 24. September 2010
Typisch Frau.
Weibliche Wesen sind echt der Knaller. Sie sind die einzigen Lebensforme, die es schaffen aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Es ist einfach unglaublich anstrengend! Ich find's viel zu stressig und komplieziert. Und kompliziert ist das Leben auch so schon genug! Mal wirklich, warum machen wir uns denn das Leben so schwer? Das ist doch total sinnlos. Jetzt ehrlich. Ich bin schon kurz vor'm verzweifeln, weil scheinbar kein weibliches Wesen in der Lage ist, die Sachen so zu nehmen wie sie kommen. Oder den einfachen Weg zu gehen. Nein niemals, warum auch, es könnte ja zu einfach werden! AH!
Ich mag Jungs, sie sind einfach und unkompliziert und cool. Zumindest meiner Meinung nach. Manch eine Frau könnte auch meinen, männliche Personen wäre undurchschaubar und anstrengend. Und das ist schon wieder sowas wo ich mir denke: "Macht euch das Leben doch nicht so schwer!" Das Zusammensein mit jemanden, der einen liebt und den man ebenfalls liebt, sollte doch etwas Schönes sein, nichts was einen nervlich kaputt macht.
Mein Motto: Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht?!
Die ein oder andere sollte sich das wirklich mal zu Herzen nehmen. Mücken muss man nicht zu Elefanten machen!
Ich mag Jungs, sie sind einfach und unkompliziert und cool. Zumindest meiner Meinung nach. Manch eine Frau könnte auch meinen, männliche Personen wäre undurchschaubar und anstrengend. Und das ist schon wieder sowas wo ich mir denke: "Macht euch das Leben doch nicht so schwer!" Das Zusammensein mit jemanden, der einen liebt und den man ebenfalls liebt, sollte doch etwas Schönes sein, nichts was einen nervlich kaputt macht.
Mein Motto: Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht?!
Die ein oder andere sollte sich das wirklich mal zu Herzen nehmen. Mücken muss man nicht zu Elefanten machen!
Montag, 13. September 2010
Zwilling gesucht.
Musik: Run - Snow Patrol
Ich mag dieses Lied sehr gerne. Ich finde es viel besser, als die Schnulzballade, die Leona Lewis daraus gemacht hat. Snow Patrol können auch ohne viel Drum und Dran Gefühl rüberbringen.
Es gibt Momenten, in denen ich unglaublich gerne eine Zwillingschwester hätte.
Vielleicht nicht eine, die genau so aussieht wie ich. Ich glaube, das würde mich irgendwann stören, weil mich jeder mit ihr verwechseln würde und ich nicht wirklich etwas besonderes wäre, es gäbe mich ja quasi zweimal.
Aber einfach nur jemanden, der immer dabei ist. Tag für Tag für Tag. Mit dem ich streiten und weinen und lachen könnte. Eine Schwester eben. Und eine Zwillingsschwester, weil sie genau so alt wäre wie ich. Mich dann besser verstehen kann, als eine Schwester, die fünf Jahre älter oder jünger ist. Es heißt ja, Zwillinge hätten eine besondere Verbindung zu einander. Genau diese Verbindung ist es, um die ich Zwillinge beneide, sofern sie denn wirklich existiert.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie ich denn darauf komme oder von welchen Momenten ich hier spreche.
Ich habe so etwas schon oft gedacht.
Wenn ich mit meinen Eltern im Urlaub war und niemand in meinem Alter da war, mit dem ich mich hätte beschäftigen können.
Wenn ich auf irgendwelche Feste mitgeschleift wurde, wo hunderte Leute sind, ich aber niemanden außer meinen 15 Jahre älteren Cousins und Cousinen kenne und aufgrund der Herkunft meines Vaters kein Wort von dem verstehe, was die anderen sagen. Wo nur Musik läuft, die ich nicht verstehe und die absolut nicht meinem Geschmack entspricht.
Wenn ich Hilfe bei den Hausaufgaben brauchte, aber momentan niemand da war, der sie mir auf die Schnelle erklären konnte.
Wenn ich morgens vor meinem Kleiderschrank stehe und feststellen muss, dass mein gesamter Kleiderschrank in der Wäsche liegt.
Wenn ich keine Motivation habe, dass zu tun, was ich mir vorgenommen hatte, seit Tagen geplant hatte.
Wenn ich mein Schulbuch in meinem Schließfach vergessen habe.
Wenn ich zu Hause sitze und nicht weiß, was ich mit meiner Zeit anfangen soll.
Dann fehlt einfach jemand, der für Abwechslung sorgt, mit leidet, dasselbe durchlebt, wie ich, hilft, erklärt, ausleiht, motiviert, aushilft, beschäftigt. Einfach jemand, der da ist.
Vielleicht versteht ihr ein bisschen, was ich meine.
Ich mag dieses Lied sehr gerne. Ich finde es viel besser, als die Schnulzballade, die Leona Lewis daraus gemacht hat. Snow Patrol können auch ohne viel Drum und Dran Gefühl rüberbringen.
Es gibt Momenten, in denen ich unglaublich gerne eine Zwillingschwester hätte.
Vielleicht nicht eine, die genau so aussieht wie ich. Ich glaube, das würde mich irgendwann stören, weil mich jeder mit ihr verwechseln würde und ich nicht wirklich etwas besonderes wäre, es gäbe mich ja quasi zweimal.
Aber einfach nur jemanden, der immer dabei ist. Tag für Tag für Tag. Mit dem ich streiten und weinen und lachen könnte. Eine Schwester eben. Und eine Zwillingsschwester, weil sie genau so alt wäre wie ich. Mich dann besser verstehen kann, als eine Schwester, die fünf Jahre älter oder jünger ist. Es heißt ja, Zwillinge hätten eine besondere Verbindung zu einander. Genau diese Verbindung ist es, um die ich Zwillinge beneide, sofern sie denn wirklich existiert.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie ich denn darauf komme oder von welchen Momenten ich hier spreche.
Ich habe so etwas schon oft gedacht.
Wenn ich mit meinen Eltern im Urlaub war und niemand in meinem Alter da war, mit dem ich mich hätte beschäftigen können.
Wenn ich auf irgendwelche Feste mitgeschleift wurde, wo hunderte Leute sind, ich aber niemanden außer meinen 15 Jahre älteren Cousins und Cousinen kenne und aufgrund der Herkunft meines Vaters kein Wort von dem verstehe, was die anderen sagen. Wo nur Musik läuft, die ich nicht verstehe und die absolut nicht meinem Geschmack entspricht.
Wenn ich Hilfe bei den Hausaufgaben brauchte, aber momentan niemand da war, der sie mir auf die Schnelle erklären konnte.
Wenn ich morgens vor meinem Kleiderschrank stehe und feststellen muss, dass mein gesamter Kleiderschrank in der Wäsche liegt.
Wenn ich keine Motivation habe, dass zu tun, was ich mir vorgenommen hatte, seit Tagen geplant hatte.
Wenn ich mein Schulbuch in meinem Schließfach vergessen habe.
Wenn ich zu Hause sitze und nicht weiß, was ich mit meiner Zeit anfangen soll.
Dann fehlt einfach jemand, der für Abwechslung sorgt, mit leidet, dasselbe durchlebt, wie ich, hilft, erklärt, ausleiht, motiviert, aushilft, beschäftigt. Einfach jemand, der da ist.
Vielleicht versteht ihr ein bisschen, was ich meine.
Sonntag, 29. August 2010
Zufrieden?
Gerade gehört: Tree hugger - Kimya Dawson
Ich fand das Video so schön, deswegen zeig ich's euch gleich mal;)
Das Lied lief gerade bei "Juno" im Fernsehen. Ich find's sehr niedlich und irgendwie wahr. Jeder will genau das sein, was er nicht ist. Und haben, was er nicht haben kann. So ist der Mensch nun mal, warum sollte er das haben wollen, was er haben kann bzw. schon hat? Das ist doch viel zu langweilig! Der Mensch sucht das Abenteuer im Unbekannten und noch nicht Entdecktem. Ich denke, deswegen fällt es auch vielen Leuten schwer, sich zu entscheiden. Sei es nun für den Beruf, den man den Rest seines Leben machen soll oder den Partner, mit dem man vermutlich den Rest seines Lebens verbringen wird. Ist doch alles viel zu langweilig, wer braucht schon die Routine? Die Gewissheit, dass jeden Tag, wenn man nach Hause kommt, jemand zu Hause ist, der einen lieb hat? Es heißt zwar, der Mensch sei ein Gewohnheitstier und in gewisser Weise stimme ich dem auch zu. Aber trotzdem sucht er immer und immer wieder nach diesem Gefühl, das man hat, wenn man etwas Neues entdeckt, jemand neuen kennen lernt, von ganz vorne beginnt. Das Neue, das ist es, was wir suchen. Immer wieder suchen, auch wenn wir schon längst etwas haben, dass zwar "alt" ist, aber so gut tut. Bei dem wir uns irgendwie gut fühlen. Und richtig.
Trotzdem wollen wir etwas anderes. Ist doch echt komisch, wie anstrengend die Menschen sein können. Statt mit dem glücklich zu sein was sie haben, wie sie sind. Nö. "Ich will doch was anderes.", so lautet meistens die Devise. Finde ich ja persönlich viel zu umständlich, obwohl ich wahrscheinlich auch so bin. Wahrscheinlich ist jeder Mensch irgendwie mit dem unzufrieden, was er hat oder wie er ist. Ich meine, zeigt mir einen Menschen, der wirklich und wahrlich und ehrlich von sich behaupten kann, dass er sich so gefällt, wie er ist. Selbst Topmodels, die weniger als ein halbes Toastbrot wiegen, wollen doch noch mehr abnehmen, weil sie sich "zu dick" fühlen. Jeder hat was an sich rumzumäckeln. Keinem kann man's recht machen.
Puh! Aber naja, so sind wir halt, viel zu anspruchsvoll. Lässt sich nun mal nicht ändern. Ich hab's akzeptiert.
So lange man sich selbst nicht belügt mit Dingen wie "Nein, stimmt gar nicht, dass ich immer das will, was ich nicht haben kann!" oder Ähnlichem.
So lange man akzeptiert, dass man eigentlich viel zu ansrpuchsvoll ist, ist das alles doch nur halb so schlimm.
Irgendwie.
Ich fand das Video so schön, deswegen zeig ich's euch gleich mal;)
Das Lied lief gerade bei "Juno" im Fernsehen. Ich find's sehr niedlich und irgendwie wahr. Jeder will genau das sein, was er nicht ist. Und haben, was er nicht haben kann. So ist der Mensch nun mal, warum sollte er das haben wollen, was er haben kann bzw. schon hat? Das ist doch viel zu langweilig! Der Mensch sucht das Abenteuer im Unbekannten und noch nicht Entdecktem. Ich denke, deswegen fällt es auch vielen Leuten schwer, sich zu entscheiden. Sei es nun für den Beruf, den man den Rest seines Leben machen soll oder den Partner, mit dem man vermutlich den Rest seines Lebens verbringen wird. Ist doch alles viel zu langweilig, wer braucht schon die Routine? Die Gewissheit, dass jeden Tag, wenn man nach Hause kommt, jemand zu Hause ist, der einen lieb hat? Es heißt zwar, der Mensch sei ein Gewohnheitstier und in gewisser Weise stimme ich dem auch zu. Aber trotzdem sucht er immer und immer wieder nach diesem Gefühl, das man hat, wenn man etwas Neues entdeckt, jemand neuen kennen lernt, von ganz vorne beginnt. Das Neue, das ist es, was wir suchen. Immer wieder suchen, auch wenn wir schon längst etwas haben, dass zwar "alt" ist, aber so gut tut. Bei dem wir uns irgendwie gut fühlen. Und richtig.
Trotzdem wollen wir etwas anderes. Ist doch echt komisch, wie anstrengend die Menschen sein können. Statt mit dem glücklich zu sein was sie haben, wie sie sind. Nö. "Ich will doch was anderes.", so lautet meistens die Devise. Finde ich ja persönlich viel zu umständlich, obwohl ich wahrscheinlich auch so bin. Wahrscheinlich ist jeder Mensch irgendwie mit dem unzufrieden, was er hat oder wie er ist. Ich meine, zeigt mir einen Menschen, der wirklich und wahrlich und ehrlich von sich behaupten kann, dass er sich so gefällt, wie er ist. Selbst Topmodels, die weniger als ein halbes Toastbrot wiegen, wollen doch noch mehr abnehmen, weil sie sich "zu dick" fühlen. Jeder hat was an sich rumzumäckeln. Keinem kann man's recht machen.
Puh! Aber naja, so sind wir halt, viel zu anspruchsvoll. Lässt sich nun mal nicht ändern. Ich hab's akzeptiert.
So lange man sich selbst nicht belügt mit Dingen wie "Nein, stimmt gar nicht, dass ich immer das will, was ich nicht haben kann!" oder Ähnlichem.
So lange man akzeptiert, dass man eigentlich viel zu ansrpuchsvoll ist, ist das alles doch nur halb so schlimm.
Irgendwie.
Sonntag, 22. August 2010
Titellos.
Weil es mein Liebingslied ist und wie kein anderes zur momentanen Situation passt: The end - Silverstein
Draußen ist es dunkel.
Gewitterwolken hängen am Himmel, machen ihn grau und düster und die Blitz und der Donner drücken die Stimmung. Und machen nachdenklich.
Ich hab es satt. Alles.
Egal was ich mache, am Ende ist es wieder falsch gewesen. Entweder denke ich zu lange nach, bis die Chance vertan ist oder aber ich denke gar nicht nach und dann war es auch nicht richtig. Scheiße. Wie soll ich denn jemals irgendwas auf die Reihe kriegen, wenn es so und so nicht stimmt? Wie soll man denn da jemals glücklich werden? Ich versteh's nicht.
Aber das ist ja nicht das Einzige.
Egal was ich mache, wie ich mich gebe, benehme, verhalten. Ich bin immer die kleine, nette, naive, liebe. Es geht mir so auf die Nerven. Die Leute sehen in mir immer nur ein liebes, nettes Etwas. Nichts dahinter. Ich meine, ich weiß ja, dass ich klein und lieb und nett und naiv bin. Aber muss man mir das immer und immer und immer wieder sagen? Reicht es nicht, dass ich das schon weiß? Indem man mir diese Dinge sagt, verletzt man mich einfach nur. Vielleicht versteht ihr das jetzt nicht, aber wenn ihr immer wieder zu hören bekommt, wie lieb ihr doch seit und dass in euren Köpfen wohl ständig irgendwelche Gummibärchen lachend und singend durch die Gegend springen, wenn scheinbar kaum jemand mehr in euch sieht, dann tut das weh. Und macht wütend. Meine Güte, ich kann doch mehr! Ich bin nicht nur so, ich kann doch auch so, so und so sein. Wieso begreifen sie das nicht? Ach und selbst wenn sie es nicht begreifen, dann sollen sie mir wenigstens nicht andauernd zu verstehen geben, dass ich in ihren Augen nichts weiter als ein kleines, liebes Mädchen bin. Verdammt, ich bin fast 17. Ich werde in zwei Jahren mein Abitur machen. Ich bin kein kleines Mädchen mehr! Auch wenn ich mich vielleicht in dieser oder jener Situation wie eines verhalte, dass heißt doch nicht, dass ich immer so bin! Dann bin ich halt immer gut gelaunt und manchmal überlaunt, dass heißt doch nicht, dass ich nicht auch irgendwie tiefsinniger sein kann oder nachdenklich bin oder traurig oder was auch immer.
Ich will doch nur, dass mich die Leute wenigstens als fast erwachsen betrachten und mich so behandeln. Dass sie mich nicht auf das oder dieses reduzieren.
Dass sie mich verdammt noch mal nicht verarschen.
Wenigstens weiß ich, dass es Leute gibt, die mich gut genug kennen um sagen zu können, dass ich nicht nur die liebe Samira bin. Meine Freunde wissen, wer ich bin und wie ich bin.
Trotzdem suche ich nach noch jemandem. Jemand, den ich lieben kann. Und der mich zurück liebt.
Draußen ist es dunkel.
Gewitterwolken hängen am Himmel, machen ihn grau und düster und die Blitz und der Donner drücken die Stimmung. Und machen nachdenklich.
Ich hab es satt. Alles.
Egal was ich mache, am Ende ist es wieder falsch gewesen. Entweder denke ich zu lange nach, bis die Chance vertan ist oder aber ich denke gar nicht nach und dann war es auch nicht richtig. Scheiße. Wie soll ich denn jemals irgendwas auf die Reihe kriegen, wenn es so und so nicht stimmt? Wie soll man denn da jemals glücklich werden? Ich versteh's nicht.
Aber das ist ja nicht das Einzige.
Egal was ich mache, wie ich mich gebe, benehme, verhalten. Ich bin immer die kleine, nette, naive, liebe. Es geht mir so auf die Nerven. Die Leute sehen in mir immer nur ein liebes, nettes Etwas. Nichts dahinter. Ich meine, ich weiß ja, dass ich klein und lieb und nett und naiv bin. Aber muss man mir das immer und immer und immer wieder sagen? Reicht es nicht, dass ich das schon weiß? Indem man mir diese Dinge sagt, verletzt man mich einfach nur. Vielleicht versteht ihr das jetzt nicht, aber wenn ihr immer wieder zu hören bekommt, wie lieb ihr doch seit und dass in euren Köpfen wohl ständig irgendwelche Gummibärchen lachend und singend durch die Gegend springen, wenn scheinbar kaum jemand mehr in euch sieht, dann tut das weh. Und macht wütend. Meine Güte, ich kann doch mehr! Ich bin nicht nur so, ich kann doch auch so, so und so sein. Wieso begreifen sie das nicht? Ach und selbst wenn sie es nicht begreifen, dann sollen sie mir wenigstens nicht andauernd zu verstehen geben, dass ich in ihren Augen nichts weiter als ein kleines, liebes Mädchen bin. Verdammt, ich bin fast 17. Ich werde in zwei Jahren mein Abitur machen. Ich bin kein kleines Mädchen mehr! Auch wenn ich mich vielleicht in dieser oder jener Situation wie eines verhalte, dass heißt doch nicht, dass ich immer so bin! Dann bin ich halt immer gut gelaunt und manchmal überlaunt, dass heißt doch nicht, dass ich nicht auch irgendwie tiefsinniger sein kann oder nachdenklich bin oder traurig oder was auch immer.
Ich will doch nur, dass mich die Leute wenigstens als fast erwachsen betrachten und mich so behandeln. Dass sie mich nicht auf das oder dieses reduzieren.
Dass sie mich verdammt noch mal nicht verarschen.
Wenigstens weiß ich, dass es Leute gibt, die mich gut genug kennen um sagen zu können, dass ich nicht nur die liebe Samira bin. Meine Freunde wissen, wer ich bin und wie ich bin.
Trotzdem suche ich nach noch jemandem. Jemand, den ich lieben kann. Und der mich zurück liebt.
Abonnieren
Posts (Atom)